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3. bersicht über die während des Schuljahres 1902] 03 erledigten Lehraufgaben.
Da dem Unterricht der amtlich vorgeschriebeneLehrplan zu Grunde liegt, werden nur die durch Klassen-Vereinigung notwendigen Abweichungen und der Lesestoff angegeben:
Religionslehre: a) kath.: I.
Oll. un oill:
U WV:
VVI:
VI: b) evang.: I Oll:
vn n:
Unl IV:
VVI:
Deutsch: 01. a) Aufsatzthemata:
Ul:
on.
Sittenlehre: zusammenfassende Wiederholungen aus den früheren Lehr- aufgaben. 3
Glaubenslehre: Wiederholungen aus der Kirchengeschichte..
Die leichteren Abschnitte aus der Apologetik, Bilder aus der Kirchen- geschichte des I. und II. Zeitraumes; Wiederholungen aus dem Kate- chismus.
Erweiterter Katechismus: II. Hauptstück; Bibl. Gesch. des A. Test. (bes. II. Hälfte) und gelegentl. Wiederholung einzelner Abschnitte des N. T.: Hymnen und Kirchenlieder.—
Katechismus, II. und III. Hauptstück; N. Test. bis zur Auferstehung Jesu; Beicht- und Kommunion-Unterricht.
1 Stde allein: A. T.
Der Brief des Jakobus. Die 2 Briefe des Paulus an die Thessalonicher. Kirchengeschichte seit dem Westfülischen Frieden. Der Brief des Pau- lus an die Galater. 4 Lektüre ausgew. Stücke des A. Test.(bes. aus den Propheten) sowie das Evang. nach Lukas.— Wiederholung des Katechismus und Dar- legung seiner inneren Gliederung. Wiederholung von Sprüchen, Lie- dern u. Psalmen.
Lesen u. Erklärung wichtiger Abschnitte des A. und bes. des N. Test. — Wiederholung des Katechismuspensums der VI u. V; Erlernung des 3. Teiles des Katech. nebst den dazu gehörigen Sprüchen.— Wieder- holung der früheren Kirchenlieder und Einprägung einiger neuer.— Einteflung der Bibel u. Reihenfolge der bibl. Bücher.— Belehrung über das Kirchenjahr u. die gottesdienstl. Ordnungen.
Bibl. Geschichten des N. T.— Die für diese Klassenstufe bestimmten Abschnitte des Katechismus nebst Sprüchen.— Wiederholung und Ein- prägung von Kirchenliedern.
1. Goethes„Seefahrt“ ein Bekenntnis des Dichters nnd ein Gleichnis für alle.
2. Inwiefern ist Jphigenie zum Segen für König und Volk geworden?
3. Sagt Sokrates mit Recht von sich in der Apologie: Aαςαι ονν 01,0,?
4. Wo viel Freiheit, ist viel Jrrtum; doch sicher ist der schmale Weg der P̃licht(Schiller, Wall. Tod). Klassenaufsatz.
5. Das Volk in Shakespeares„Julius Cäsar.“
6. Sagt Alphonso mit Recht von Tasso:„Die Menschen fürchtet nur, wer sie nicht kennt, und wer sie meidet, wird sie bald verkennen*2
7. In welchem Sinne gilt Huttens Ausspruch„Jahrhundert, es ist eine Lust in Dir zu lebent“ auch von unserer Zeit?
8. Prüfungsaufsatz: Hat Treitschke Recht mit dem Wort:„Der preu- szische Staat ist das Werk seiner Fürsten.“
1. Zunge und Sch wert.
2. Wie ist die Lage der Dinge am Schlusse der„Piccolomini“?
3. Sagt Sokrates in der Apologie mit Recht: demsκ᷑ιοι τυπ τοοιι
4. Wodurch wird Wallenstein nach langem Schwanken zu rascher Ent- scheidung gedrängt?
5. Rüdeger von Bechlarn und Max Piccolomini.
6. Es lcitet dich auch die Natur zum Wahren, Guten, Schönen.
7. Warum war es dem bildenden Künstler verboten, den Laokoon schrei- en zu lassen?
8. Der peloponnesische und der dreiſsigjährige Krieg.—
1. Der Übel grösstes ist die Schuld.
2. Die Wahrheit des Schillerschen Ausspruches:„Das eben ist der Fluch
der bösen Tat, daſs sie fortzeugend Böses muls gebären“ aus dem ersten Teile des Nibelungenliedes bewiesen.


