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Themata f. d Aufsätze: 1. Die Veränderungen der Natur durch den Menschen. 2. Die Bedeutung der menschlichen Hand. 3. Folgen der Lykurgischen Ge- setzgebung bei den Spartanern. 4. Was ist die Sprache für das gewöhnliche Leben? 5. Die ritterlichen Ei- genschaften nach dem Nibelungenlied. 6. Ursachen u. Wirkungen der Ungleichheit des Besitzes. 7. Das Schiffswesen in dem Gudrunliede. 8. Für und gegen den Krieg.
Latein: a) Verg. Aeu. III, IV. VI. 2 St. Bosing.
b) Liv. XXIV mit Auswahl; Cic. pro Milone: Sall. bell. Jug. Memorieren einzelner Stellen. 3 St.
c) Grammat. u. stilist. Wiederhol. u. Zusammen- fassungen. Alle 14 Tage schriftl. Uebersetzen ins Lat.(Haus- od. Klassenarbeiten), alle 6 Wochen aus
d. Lat. 1 St. Hillebrand. Griechisch: a) Hom. Od. IX— XXIV(Auswahl). 2 St. Dr. Richter.
b) Herod. VI, 43— 45 u. 94— 117, VII 198— 210. Xen. Memor. III. 3 St. c) Grammat. Zusammenfas- sungen, bes. über Temp. u. Modi, Inſin. u. Partiz.; alle 4 Wochen schriftl. Uebers. aus d. Griech. in d. Klasse. 1 St. Hillebrand.
Französisch: a) Racine, Athalie und mémoires d'un collégien. b) Alle 14 schriftl. Uebersetzung aus d. Franz., oder ein Diktat; gelegentliche gramm. Wiederhol. 2 St.
3 Dr. Bertram.
Englisch: Die Formenlehre u. die notwendigsten syntakt. Gesetze§ 1— 72. Uebersetzungen aus dem Uebungsbuch u. dem Jrving-Macaulay, Lesebuch.
2 St. Dr. Vomberg.
Hebräisch: Das Wichtigste aus der Formenlehre; starkes und schwaches Verb. Uebungen im Lesen u. Uebersetzen nach dem Lehrbuch.
Laurie.
2 St. Dr. Bertram.
Geschichte: Griech. u. röm. Geschichte. letztere bis z. Tode des Aug. 3 St. Hillebrand.
Mathematik: a) Arithm.: Die Lehre von den Po-
tenzen, Wurzeln u. Logarithmen. Quadr. Gleich. mit mehreren Unbekannten. Arithmet. u. geom. Reihen I. Ordnung. b) Planimetrie: Abschluss der Aehn- lichkeitslehre. Harmon. Teilung; Schnittverhältnisse;
Aehnlicehkeitspunkte. c) Trigonometrie: Be- rechnung des schiefwinkligen Dreiecks. 4 St. Hesse. Phnysik: Wärmelehre, Magnetismus, Elektrizität.
Wiederhol. der chemischen u. mineralogischen Grund- begriffe. 2 St. Hesse.
Unter-Sekunda.
Ordinarius: Professor Dr. Richter.
Religionslehre: a) kath.: Kirchengeschichte, I. u. II. Zeitraum; Wiederhol. aus d. Lehraufg. d. Ter- tia. 2 St. Dr. Bertram.
b) evang.: Das Reich Gottes im N. T., einge- hend Bergpredigt und Gleichnisse. Wiederhol. des Katechismus undAufzeigung seiner inneren Gliede-
rung. Wiederh. von Sprüchen, Liedern, Psalmen. 2 8t. Dr. Richter. Deutsch: a) Praktische Aufsatzlehre. Alle 4 Wo-
Tage eine
helm?
Daneben in der Klasse kürzere Ausarbeitungen über durchgenommene Abschnitte u. s. W. b) Lektüre: Jungfrau von Orleans, Minna von Barnhelm, Hermann und Dorothea. Memorieren von Dichterstellen und Versuche im Vortrag.
3 St. Dr. Richter.
Themata f. d. Aufsätze: 1. Die That des braven Mannes in Bürgers gleichnamigem Liede. 2. Der Früh- ling ein Bild der Jugend. 3. Das Meer ein Freund und ein Feind des Menschen. 4a. Welches ist der Zweck des 1. Aufzuges in Lessings Minna von Barn- 4b.(Prüfungsaufsatz). Warum macht uns Lessing in seiner Minna von von Barnhelm erst mit Tellheim genau bekannt, ehe er Minna von Barnhelm auftreten lässt? 5. Der September. 6. Der Wacht- meister Paul Werner. 7. Was tadelt der Apotheker in Goethes Hermann und Dorothea an dem Zuge der Vertriebenen?(Klassenaufsatz). 8. Wer an den Weg baut, hat viele Meister. 9. Ein Januarbild. 10. Das Thema der Abschlussprüfung ist noch nicht bekannt.
chen ein Aufsatz.
Latein: a) Verg. Aen., Auswahl nach einem Kanon. Memorieren einzelner Stellen. Auswahl aus Liv. VIII. — Cic. or. in Catil. I. III. IV. 4 St. b) Wiederho- lungen u. Ergänzungen aus Formenlehre u. Syntax und mündliche Uebersetzungen aus Holzweissigs-Ue- bungsbuch für Sekunda. c) Alle 8 Tage eine Ueber- setzung in das Latein. als Klassen- oder Hausarbeit: alle 6 Wochen statt der Klassenarbeit eine schrittl. Uebersetz. ins Deutsche. 3 St. Dr. Richter.
Griechisch: a) Auswahl aus Hom. Od. I— VI. Im 1. Halbj. Vorbereitung in d. Klasse. Memorieren einzelner Stellen. 2 St. Dr. Richter.
b) Xen. Anab. III, IV, V und Hellen. II mit Auswahl. 2 St. c) Wiederhol. aus d. Formenlehre. Kasus, Artikel, Pron., Präpos.; wichtigere Regeln der Tempus- u. Moduslehre. Alle 14 Tage eine häusl. oder eine Klassenarbeit, gelegentlich Uebers. in das Deutsche als Klassenarbeit. 2 St. Dr. Vomberg.
Französlsch: a) Erkmann-Chatrian, Deux contes populaires. Bruno, Le tour de la France. b) Abschluss der Syntax. Zweiwöchentl. Klassen- oder Hausarbeiten. Diktate u. Sprechübangen. 3 St. Gundlach.
Geschichte: Deutsche u. preuss. Geschichte von 1740
bis zur Gegenwart. 2 St. Bosing. Erdkunde: Wiederhol. der Erdk. Europas. Elemen-
1 St. Bosing,
tare mathemat. Erdk. Kartenskizzen.
Mathematixk: a) Arithm.: Gleich., einschliessl. quadrat. mit einer Unbekannten. Potenzen, Wurzeln. Logarithmen. b) Planimetrie: Berechnung des Kreisinhalts- und-umfangs. c) Trigonometrie: Berechnung rechtwinkliger und gleichschenkliger Dreiecke. d) Stereometrie: Berechnung einfacher Körper. Hesse.
Phnyslk: Vorbereitender physikal. Lehrgang Teil II. des Lehrbuchs. 2 St. Hesse-
Ober-Tertia. Ordinarius; Professor Dr. Vomberg. Religionslehre: a) kath.: mit II2 zusammen. b) evang.: vereint mit IIZ.
Deutsch: Wiederhol. der wicht. gramm. Gesetze. Einiges aus der Poet. u. Rhetor.— Alle 4 Wochen


