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b. Geometrie: von der Aehnlichkeit der Figuren, von den Verhältnissen und der Inhaltsberechnung der geradlinigen Figuren, Ausmessung des Kreises. Geo- metrische Constructionsaufgaben. 2 St.
8. Physik: Magnetismus und Elektricität. 2 St. Schenck. Themata zu den deutschen Aufsätzen:
. Arbeit ist keine Last, sondern eine Wohlthat.
. Die Ansichten und das Verhalten des Amasis in dem Gedichte Schiller's:„Der Ring des Polykrates.“
„Und die Treue, sie ist doch kein leerer Wahn“, behandelt im Anschluss an Schiller's Gedicht:„Die Bürgschaft.“
. Ferro nocentius aurum.(Klassenarbeit.)
. Charakter des Ritters und des Grossmeisters in Schiller's Gedicht:„Der Kampf mit dem Drachen.“
. Welche Ideen bezüglich des Ackerbaues finden wir in dem Gedichte Schiller's:„Das eleusische Fest“?
. Die Folgen des Aufschiebens.(Klassenarbeit.)
Tranquillitate conscientiae nihil excogitari bea- tius potest.
. Entwickelung der städtischen Cultur, nach dem
Gedichte Schiller's:„Der Spaziergang“.
Welche Beweggründe zur Vaterlandsliebe und
zur Bethätigung derselben finden wir in dem-
selben Gedichte angedeutet?
Die Licht- und Schattenseiten der Staatsver-
waltung des Perikles.(Klassenarbeit.)
Ober-Tertia.
Ordinarius: Oberlehrer Colombel.
1. Religionslehre: a. katholische: Der Glau- ben im Allgemeinen, die Glaubensquellen, die einzel- nen Glaubenswahrheiten: Gottes Dasein, Eigenschaf- ten, der Erlöser und sein Werk, der hl. Geist und seine Thätigkeit, die Kirche,(nach Dubelmann's Leit- faden). Uebersicht über die biblische Geschichte des A. T. Erklärung lateinischer Kirchenlieder. 2 St. Westenberger. b. evangelische: Lectüre und Erklärung der wichtigsten Abschnitte der historischen Bücher des A. Test.s; übersichtliche Darstellung der a.-testl. Geschichte. Die Lebensgeschichte des Herrn mit Lee- türe der Hauptstellen der Evangelien. Erklärung der Bergpredigt, der wichtigsten Parabeln und anderer Reden des Herrn. Repetition der erlernten Kirchen- lieder und Psalmen.(Beck's Lehrbuch.) 2 St. UIlrich.
2. Deutsch: Lesen und Erklärung prosaischer Stücke und epischer Gedichte in Linnig's II. Beur- teilung der dreiwöchentlichen Aufsätze. Declamation der erklärten Gedichte. 2 St. Der Ordinarius.
8. Lateinisch: a. Ovid. metamorphos. lib. III, 1 bis 137. IV, 615— 803. V, 341— 571. VII, 1—353. VIII, 156— 545. 2 St. Krämer.
b. Caes. d. b. gall. III, V, VI; Cic. orat. Cat. I, II, IV. 4 St. c. Grammatik: Wiederholung und Erweiterung
10—
10.
11.
der Casuslehre, die Tempus- und Moduslehre, die Lehre vom Infinitiv und der oratio obliqua, nach Siberti-Meiring. Mündliches Uebersetzen der betref- fenden Uebungsstücke aus Ostermann'sIII. Wöchentlich ein häusliches Exercitium oder ein Extemporale. 4 St. Der Ordinarius.
4. Griechisch: a. Xenoph. Anab. II und III. 2 St. b. i. S. Homers Odyss. I. 2 St.
c. Grammatik: Wiederholung der Formenlehre; die wichtigsten syntactischen Regeln; Uebersetzung der Uebungsstücke in Wesener's Elementarbuch II. Wöchentlich ein Exercitium oder eine Klassenarbeit. I. W. 4 St., i. S. 2 St. Dr. Becker.
5. Französisch: a. Grammatik: Wiederholung, Vervollständigung und Einübung der unregelmässigen Verben, Anwendung von avoir und être, reflexe und unpersönliche Verben. Uebersetzung der betreffenden Uebungsstücke in Plötz' Schulgrammatik. Lernen der Vocabeln. Zweiwöchentliche Exercitien oder Classen- arbeiten. 1 St.
b. Lectüre einer Reihe von Fabeln, Erzählungen, Parabeln und Briefen aus dem Lesebuch von Lüdecking I. Teil. Memoriren von Gedichten. 1 St.
Westenberger.
6. Geschichte und Geographie: Die Geschichte der Deutschen vom Beginn des 30 jährigen Krieges bis zur Gegenwart mit besonderer Berücksichtigung der brandenburgisch-preussischen Geschichte, nach Plötz. 2 St.
Die physische und politische Geographie des deutschen Reichs, nach Daniel. 1 St. Dr. Becker.
7. Mathematik: a. Arithmetik: Die Lehre von der Division durch eine algebraische Summe, von den positiven und negativen Zahlen, von den Verhält- nissen und Proportionen, von den Potenzen mit ganzen positiven Exponenten und vom Erheben auf das Quadrat, im Anschluss an die Aufgabensammlung von Heis. Vierwöchentlich ein Extemporale. 11½ St.
b. Geometrie: Vom Kreise, von der Inhaltsgleich- heit der Figuren, von der Proportionalität der Linien und der Aehnlichkeit der Dreiecke. Zahlreiche Con- structionsaufgaben, meist nach Koppe. Vierwöchent- lich ein Extemporale. 11 ⁄½2 St. Dr. Müller.
8. Naturgeschichte: I. W. Mineralogie, i. S. Bo- tanik. 2 St. Schenck. Themata zu den deutschen Aufsätzen: Im Winter: . Der Herbst im Walde. . Die Aussicht vom Galgenberge. Kenntnisse, der beste Reichtum. . Der Kampf der Eburonen um das Lager des Q. Cicero. 5. Böse Gesellschaften verderben gute Sitten. 6. Charakteristik des Sängerpaares in Uhland's Gedicht: Des Sängers Fluch. 7. Wie reiset man mit Vorteil? . Wie soll der Jüngling seine Schulferien an- wenden? . Vorzüge des jugendlichen Alters.


