Jahrgang 
1914
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turnerische Aufführungen der Oberklassen. Sie machten den Schülerinnen so viel Freude, dass wir sie trotz unseres beengten Raumes für die Eltern der Turnerinnen am 29. Ok- tober 1913 wiederholten.

Grossherzogs und Kaisers Geburtstag wurden durch die üblichen Schulfeiern festlich begangen. Am 24. November sprach Oberlehrer Freitag über seine Reise nach ltalien, am 26. Jjanuar Prof. Markert über die Entwickelung der wirtschaftlichen Ver- hältnisse in den letzten 100 jahren.

Die freic Entwickelung und Ausgestaltung unserer Schule ist in mancher Be- ziehung abhängig von den Räumlichkeiten unseres Schulhauses. Um den Mängeln, unter denen wir zu leiden haben, abzuhelfen, fand am 28. April 1913 eine Besprechung in unserem Schulhaus statt, an der teilnahmen: der Vorsitzende der Schulabteilung Staats- rat Süffert, Geheimer Oberschulrat Block, Oberbürgermeister Keller und der Unterzeichnete.

Aüsscr am 28. April weilte Geheimer Oberschulrat Block, am 23. Juni und 17. Dezember 1913 in unserer Schule und wohnte an diesen beiden Tagen dem Unter- richt in verschiedenen Klassen bei.

Am 29. September 1913 besichtigte Bischof Dr. Kirstein den katholischen Religions- unterricht der I. u II. Abteilung, am 27. und 28. Februar 1914 Schulrat Schmuck den Turnunterricht.

Vom 4. 12. März fand an der Landesuniversität ein mathematisch-naturwissen- schaftlicher Fortbildungskurs statt, an dem Prof. Markert und Oberlehrer Freitag als Hörer und Assessor Dr. Peppler als Vortragender teilnahmen.

Sämtliche Klassen machten während des abgelaufenen Schuljahrs in der Unter- richtszeit je 5 Spaziergänge von 25 Stunden Dauer, ausserdem die Klassen la', IIa, Illat, IVaul und 1b einen Tagesausflug und die Klasse la' einen Ausflug von 2 Tagen. Für den Eislauf wurden mehrfach Unterrichtsstunden freigegeben.

Die mittleren und oberen Klassen beider Schulen besuchten die von der Baseler Mission veranstaltete völkerkundliche Ausstellung, die gesamte Schule den vom deutschen

Patriotenbund veranstalteten Vortrag über das Völkerschlachtdenkmal und steuerte hier- durch 193,75 M. für das Denkmal bei.