Jahrgang 
1912
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1. Schulnachrichten.

Das Schuljahr 1911/12 begann Montag, den 24. April..

Dem Vertreter des vom 15. März bis zum 5. Mai 1911 zu einer militärischen Ubung einberufenen Oberlehrers Dr. Beck, Lehramtsreferendar Hahn, wurde eine Stelle an der Realschule in Gotha übertragen. An seine Stelle trat daher vom 26. April bis 5. Mai Lehramtsreferendar Kann von hier.

Lehramtsassessor Kraus trat am 9. Mai 1911 als Volontär bei uns ein und blieb bis zu den Herbstferien.

Im übrigen ist der Bestand des Kollegiums derselbe geblieben wie im Vorjahr.

Am 24. Oktober und 9. November erwies Geheimer Oberschulrat Block, an letzterem Tag auch der Vorsitzende der Schulabteilung, Geheimerat Süffert, unserer Schule die Ehre seines Besuches. Die Herren wohnten in einer Reihe von Klassen dem Unterricht bei.

Am 3. Juni 1911 starb der Beigeordnete Kommerzienrat Georgi, der seit dem Jahre 1890 Mitglied des Kuratoriums unserer Schule war.

Lehramtsassessor Freitag war vom 3. August ab zu einer achtwöchigen militärischen Ubung einberufen und musste einige Tage vor und nach den grossen Ferien vom Kollegium vertreten werden.

Fräulein Laffert war wegen des Todes ihres Vaters vom 20. Juli bis 5. August beurlaubt und wurde vom 27. Juli ab von Frl. A. Lucius aus Mainz vertreten, der wir hier nochmals für ihre bereitwillige Aushülfe herzlich danken.

Fräulein Klara und Maria Birnbaum verbrachten die grossen Ferien in Frankreich.

Zu besonderem Danke, der hier gerne abgestattet sei, sind Herr Geller, Herr Corvinus und der Unterzeichnete der Stadt verpflichtet. Dank ihrem Entgegenkommen konnte ersterer zu Pfingsten an dem musikpädagogischen Kongress in Berlin teilnehmen, Herr Corvinus in den grossen Ferien eine längere Studienreise nach Leipzig, Bremen, Hamburg und Charlottenburg machen, um den Arbeitsunterricht kennen zu lernen, und der letztere im Oktober die Hauptversammlung des Deutschen YNereins für das höhere Mädchenschulwesen in Dresden besuchen.

Die Gesundheitsverhältnisse der Lehrer und Lehrerinnen waren 1911/12 sehr viel besser als 1910/11. Kleinere Versäumnisse bis zu einer Woche kamen zwar mehrfach vor, zu längerem Fehlen war aber nur Fräulein Welcker genötigt, die am 21. Dezember 1911 an Rippenſellentzündung erkrankte, zu der noch eine Magen- und Gallenblascenerkrankung hinzukam, sodass sie erst am 17. Februar 1912 ihren Dienst wieder aufzunehmen in der Lage war; leider aber nur kurze Zeit, denn vom 28. Feb- ruar ab mußte sie wieder aussetzen. Zu unserem Bedauern konnte wegen des eigen-