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Herr Professor Markert hielt in dankenswertester Weise im Sommer einen Kursus
in Gabelsberger Kurzschrift ab, an dem sich dic Schülerinnen der Kl. la und der Fort-
bildungsklasse beteiligten.
Oberlehrer Dr. Beck musste vom 15. März ab auf 8 Wochen zur Ableistung einer militärischen UÜbung beurlaubt werden. Mit Seiner Vertretung wurde Lehramts- referendar Hahn vom hiesigen Gymnasium peauftragt.-.
Am 25. November wurde dem Gaterzeichneten von S. Kgl. Hoheit dem Gross- herzog der Charakter als Geheimer Schulrat verliehen.
Der Gesundheitszustand des Kollegiums liess in diesem Jahr sehr viel zu wünschen übrig. Wegen Krankheit fehlten: Herr Mulch die ersten 2 Wochen des Schuljahres und ausserdem noch 2 Tage; Herr Corvinus 20 Tage; Herr prof. Markert 28 Tage, ausser 5 Tagen, an denen er wegen eines Scharlachfalles in seinem Hause der Schule fern bleiben musste; Herr Prof. Buchhold war von Anfang Juli bis zum Beginn der Ferien beurlaubt und wurde vom 14. Juli ab durch Herrn Assessor Emmel aus Darmstadt vertreten. Er war verschiedentlich unpässlich und musste ausserdem den Unterricht einige Male wegen Krankheit in seinem Hause aussetzen; er fehlte, abgesehen von seinem längeren Urlaub, 20 Tage; Herr Geller fehlte 9 Tage; Frl. Vaubel musste wegen schwerer Erkrankung vom 2. Juli bis 2. November aussetzen; sie wurde vom 26. September ab durch Frl. Marie Reiber von hier vertreten; nach Neujahr fehlte sie abermals 16 Tage wegen Krankheit; Prl. v. Kress, die am 5. Oktober erkrankte, musste bis zu den Weihnachtsferien beurlaubt werden; vom 2. November ab wurde sie durch Erl. Emilie Keil aus Darmstadt vertreten; Frl. Paletta war ebenfalls Wegen Krankheit drei Wochen beurlaubt und fehlte insgesamt 31 Tage. Des weiteren fehlten krankheitshalber: Prl. Welcker 30 Tage, Frl. Weber 15 Tage, Frl. Singer 23 Tage, Frl. Steinbach 4 Tage, Frl. Rossler 11 Tage. Versäumnisse von 1— 3 Tagen bleiben unerwähnt.
Der Gesundheitszustand der Schülerinnen gibt zu besonderen Bemerkungen keinen Anlass, er war nicht besser und nicht schlechter als in früheren Jahren.
Die Höhere Mädchenschule hatte im abgelaufenen Schuljahr 14 Klassen(Xa— la) und eine Fortbildungsklasse, die anfangs 7, später noch 4 Schülerinnen zählte. Es ist das erstemal, dass an unserer Anstalt eine solche Forthildungsklasse als 11. Schuljahr ein ganzes Jahr bestanden hat. Der Unterricht musste freilich mit Rücksicht auf unsere Lehrkräfte und auf den mangelnden Raum beschränkt werden. Die Klasse bestand als „Wanderklasse“ und erhielt folgenden Unterricht: Deutsch 2 St., Französisch und Englisch je 3 St., Geschichte und Kunstgeschichte 3 St, Naturkunde und Mathematik 3 St.
Dér Unterricht in der Kunstgeschichte wurde von Herrn Privatdozenten Dr. Rauch, der übrige von Mitgliedern des Kollegiums erteilt.
Die H. M. wies Parallelldassen auf im 3. Schuljahr: VIIIa¹, VIIIa*; im 5. Schul- jahr: VIal, VIa*; im 6. Schuljahr: Vai, Va?; im 7. Schuljahr: IVai, IVas.
Die Erweiterte Mädchenschule— S Schuljahre— umfasste 11 Klassen, darunter 3 Stufen mit Parallelklassen: 7 b¹, 7 b— zweites Schuljahr; 4 b¹, 4b— fünftes Schuljahr; 3 b¹, 3 bz— sechstes Schuljahr.
Uber den Besuch der beiden Schulen geben die Zusammenstellungen S. 9 und 10 Auskunft.
Grossherzogs und Kaisers Geburtstag vereinigte die Schülerinnen der oberen klassen zu der herkömmlichen Feier. Es sprachen Herr Oberlehrer Dr. Beck über: Die


