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hessischen Armee. Als nach dem Jahre 1866 trotz vieler Hindernisse die hessische Division neu organisiert wurde, nachdem die Militärkonvention mit Preuſsen abgeschlossen war, da war es Prinz Ludwig, der die gesamte Oberleitung der hessischen Truppen übernahm. Trotz vieler Kämpfe mit den widerstrebenden Elementen, welche den engen Anschluſs an Preuſsen zu hintertreiben suchten, gelang es ihm durch sein energisches Auftreten es durchzusetzen, daſs der Ein- fluls des preuſsischen Generalstaba bei den Neuerungen voll und ganz zur Geltung kam. Wir bewundern in diesem kühnen Auftreten zugleich den offenen Mannesmut des Be- fehlshabers der 25. Division und den weiten Blick des deut- schen Staatsmannes. Er drohte mit seinem Rücktritt, wenn man ihm nicht freie Hand lieſse, und die nach preuſsischem Muster einzuführenden Neuerungen nicht annähme. Die da- malige Regierung muſste seine gerechten Forderungen aner- kennen, und der, Prinz-Divisionär“ war nun unermüdlich thätig, das hessische Heer neu auszurüsten und es in den trefflichen Zustand zu setzen, den man so bald in dem groſsen Kampfe gegen den Erbfeind bewundern sollte. Und als nun der Augenblick gekommen war, da war unter den gewaffneten Fürstensöhnen und Fürsten, neben dem Kronprinzen von Preuſsen, dem Prinzen Friedrich Karl, dem Groſsherzog von Mecklenburg, dem Kronprinzen Albert von Sachsen, Prinz Ludwig von Hessen einer der tapfersten, der dem König Wilhelm eine tapfere Schar treuer todesmutiger Krieger zu- führte und die blutigen Schlachten mitschlug, nach denen das deutsche Kaiserreich zu nie geahnter Gröſte, Macht und Herrlichkeit erstand. Ihrem tapferen Führer folgten die hessischen Regimenter zum blutigen Siege mit dem nie wankenden Mute, der die„blinden“ Hessen von jeher ausge- zeichnet. Mit Verehrung und Liebe hingen die Augen der Soldaten an der kräftigen Heldengestalt ihres leutseligen, tapferen Generals. Ein leuchtendes Vorbild war er ihnen nicht nur im heiſsen Gefecht, auch in der standhaften Ertra- gung aller Mühseligkeiten und Strapazen des Feldzugs gab er ein bewundernswertes Beispiel. Die Namen Mars-la-Tour,


