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Am 14. April erfolgte die Anmeldung der neu eintreten- den Schülerinnen beider Schulen, und am 15. April morgens 8 Uhr begann der Unterricht. Mit Beginn des neuen Schul- jahres wurde die vollständige Trennung der beiden Schulen in eine 8 klassige erweiterte Volksschule für Mädchen(Mittel- schule) und eine 10 klassige höhere Mädchenschule durch- geführt.
Aus der bisherigen Klasse X, die gewöhnlich 60 Kinder des ersten Schuljahrs enthielt, wurden zwei Klassen 8 b und X gebildet, und hierdurch der Übelstand der bisherigen Überfüllung dieser Klasse beseitigt. Es sind nun sämtliche 6 Vorschulklassen derart getrennt, daſs die Klassen X, IX und VIII die Vorschule der höheren. Mädchenschule, die Klassen 8b, 7 b und 6b diejenige der erweiterten Mädchen- schule bilden. Es müssen sich also die Eltern jetzt schon bei der Anmeldung für die unterste Klasse entscheiden, ob ihre Tochter die S klassige Mittelschule mit einer fremden Sprache, dem Französischen, bis etwa zum 14. Lebensjahre besuchen, oder ob sie die 10 klassige höhere Mädchenschule, in welcher der Unterricht im Englischen und Französischen obli- gatorisch ist, bis etwa zum 16. Lebensjahre durchmachen soll.
Die Zahl der Schülerinnen ging in keiner Klasse der beiden Anstalten über 40 hinaus. Die Durchschnittszahl der Schülerinnen für eine Klasse war im verflossenen Schuljahr 30. Die höhere Mädchenschule, einschlieſslich Vorschule, hatte einen Anfangsbestand von 297 Schülerinnen, im Laufe des Schuljahres traten 13 Schülerinnen ein, 16 aus, sodaſs der Bestand am Schlufs die Zahl 294 aufweist. Die erweiterte Mädchenschule einschl. Vorschule zählte zu Anfang 238, Zu- gang und Abgang je 7, also Schlufsbestand 238 Schülerinnen.
Der Gesamtbestand beider Schulen zeigt die gleiche Höhe wie das Vorjahr nämlich 532.—
Das Kuratorium der höheren Mädchenschule bilden nach Ausscheiden des Herrn Direktor Weihrich und des seitherigen Leiters der beiden Schulen folgende Herrn:
Herr Oberbürgermeister Feodor Gnauth, Vorsitzender, Herr Realgymnasialdirektor Dr. Emil Rausch,


