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und litten an Halsschmerzen, Husten, Kopfweh, Schnupfen, auch an Fieber. Schwerere Erkrankungen kamen nar in ein- zelnen Fällen vor. Ansteckende Krankheiten machten sich wenigstens im Schulleben kaum bemerkbar.
Unter den Lehrenden wurden einige Damen und mehrere Herren durch Unwohlsein, Trauerfälle, ein Lehrer durch militärische Debungen, für längere oder kürzere Zeit vom Unterricht abgehalten. Herr Dieckmann wurde nach den Herbstferien für weitere 3 Wochen beurlaubt, um seinen Auf- enthalt in London besser ausnutzen zu können.— Der Lehrer für den isr. Religionsunterricht, Herr Mayer, muſste wegen eines schweren Augenleidens im Herbst v. J. den Unterricht ganz aufgeben.
Am 28. September 1890 wurde der Lehrer der fünften Klasse der höheren Mädchenschule, Herr Christian Ebeling, auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen, mit Treue und Eifer geleisteten Dienste mit Wirkung vom 2. Oktober an in den Ruhestand versetzt. Zugleich wurde ihm von Seiner Königlichen Hoheit dem Groſsherzog mittelst Allerhöchster Entschlieſsung vom 28. September das Silberne Krenz des Verdienstordens Philipps des Groſsmütigen ver- liehen. Das Lehrerkollegium überreichte dem langjährigen, treuen Mitarbeiter bei seinem Abschied ein Buch zum An- denken. An seine Stelle kam der provisorische Lehrer, Herr H. Kromm, Kandidat des höheren Lehramts, seither am Gym- nasium in Hanau. Seine Einweisung erfolgte am 21. Ok- tober.
Ein wahrer Festtag war der 28. Juli 1890, an welchem Tag Se. Königliche Hoheit der Groſsherzog der Einweihung der neuen Kliniken und der Enthüllung des Liebigdenkmals beiwohnte. Sämtliche Schulklassen beteiligten sich bei der Aufstellung auf der Frankfurter Straſse und hatten hier die beste Gelegenheit, unsern Landesherrn in der Nähe zu sehen und zu grüſsen.
Mittwoch, den 29. Oktober, hatte das Lehrerkollegium die Ehre, bei Gelegenheit des Empfangs der Civilbehörden,


