Jahrgang 
1904
Einzelbild herunterladen

9

Nachweis

über die Schüler, die zu Oſtern und Herbſt 1903 das Zeugnis der wiſſenſchaftlichen Befähigung zum Einjährig⸗freiwilligen⸗Dienſt erhielten.

Oſtern 1903 wurden folgende Schüler der IIa nach Ib einer Ober⸗Realſchule verſetzt:

1. Rudolf Ferkinghoff aus Seligenſtadt Ober⸗Realſchule zu Darmſtadt.

2. Franz Leibfried aus Groß⸗Umſtadt Realgymnaſium zu Darmſtadt.

3. Hermann Lindenborn aus Groß⸗Umſtadt wird Apotheker.

4. Heinrich Magſaam aus Groß⸗Umſtadt Schullehrerſeminar zu Bensheim. 5. Karl Neuſchäffer aus Groß⸗Umſtadt wird Geometer.

6. Auguſt Stuckert aus Groß⸗Umſtadt wird Schloſſer.

7. Georg Wagner aus Reinheim Ober⸗Realſchule zu Darmſtadt.

8. Georg Walter aus Lengfeld Realgymnaſium zu Darmſtadt.

Herbſt 1903 beſtanden folgende Schüler aus 1L die Abſchlußprüfung: 1. Karl Buxmann aus Reinheim wird Landwirt. 2. Karl Spielmann aus Groß⸗Steinheim wird Landwirt.

Herbſt 1903 beſtanden folgende Schüler aus IIb die fakultative Abſchlußprüfung:

1. Georg Brücher aus Groß⸗Umſtadt ging in den Bahndienſt. 2. Auguſt Nover aus Seligenſtadt ging zur Gerichtsſchreiberei. 3. Friedrich Rapp aus Groß⸗Umſtadt wird Kaufmann.

IV. Zur Geſchichte der Anſtalt.

1. Perſonalangelegenheiten. Durch Verfüg. M. d. J. I. vom 28. März 1903 wurde dem Lehr⸗

amtsaſſeſſor Wilhelm Barth zu Groß⸗Umſtadt die proviſoriſche Verwaltung einer Lehrerſtelle an der Realſchule zu Wimpfen übertragen; durch Verfügung von demſelben Tage wurde Lehr⸗ amtsaſſeſſor Karl Rothermel, damals Einjährig⸗Freiwilliger im Regiment 115, unſerer An⸗ ſtalt zugewieſen. Durch Allerhöchſtes Dekret vom 30. März 1903 wurde der Lehramtsaſſeſſor Friedrich Franz*) zu Groß⸗Umſtadt zum Oberlehrer an der Real⸗ und Landwirtſchaftsſchule ernannt. Durch Allerhöchſtes Dekret vom 6. April 1903 wurde der Reallehrer Heinrich Stephan zu Groß⸗Umſtadt zum Lehrer an der Ober⸗Realſchule zu Darmſtadt ernannt. Seit dem Winter⸗Semeſter 1882/83 iſt Herr Stephan an unſerer Anſtalt tätig geweſen; Pflichttreue, Lehrgeſchick und freundliches Eingehen auf die Eigenart der Jugend ſichern ſeiner hieſigen Tätigkeit den Dank der Schule und der Schüler. Durch Allerhöchſtes Dekret vom 18. April 1903 wurde dem Lehrer an der evangeliſchen Schule zu Groß⸗Umſtadt Wilhelm Bernbeck**)

*) Friedrich Franz, evang., wurde am 3. Dezember 1870 als Sohn des Reallehrers Karl Franz in Gießen eboren. Er beſuchte das Realgymnaſium ſeiner Vaterſtadt und bezog nach beſtandener Reifeprüfung Oſtern 1889 die Univer⸗ tät, um ſich dem Studium der neueren Sprachen zu widmen. Nach abgelegter Fakultätsprüfung kam er als Akzeſſiſt in das

vädagogiſche Seminar am Gymnaſium zu Gießen. Am 13. April 1898 wurde ihm die Verwaltung einer Lehrerſtelle an der höheren Bürgerſchule zu Lauterbach übertragen, wo er am 22. April 1899 zum Lehramtsaſſeſſor ernannt wurde. Am 1. April

01 wurde er an die Real⸗ und Landwirtſchaftsſchule zu Groß⸗Umſtadt verſetzt, und hier erfolgte ſeine Anſtellung als Ober⸗ lehrer am 1. April 1903.

**) Wilhelm Bernbeck wurde am 29. September 1863 als der Sohn des Kameraliſten Ludwig Bernbeck zu Lehrbach im Kreiſe Alsfeld geboren. Er beſuchte von Oſtern 1879 bis dahin 1882 das Großh. Lehrerſeminar zu Friedberg und fand ſeine erſte Verwendung im Schuldienſte zu Kirtorf, Kreis Alsfeld. Nachdem er vorübergehend eine Schulſtelle zu Semd im Kreiſe Dieburg verwaltet hatte, beſtand er im Jahre 1884 die Definitorialprüfung und wurde im Jahre 1887 defi⸗ nitiv an der Volksſchule zu Groß⸗Umſtadt angeſtellt. Hier wirkte er bis zum 16. April 1903, an welchem Tage ſeine Be⸗ rufung an die Großh. Real⸗ und Landwirtſchaftsſchule zu Groß⸗Umſtadt erfolgte.