Jahrgang 
1885
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hier nach 1 Jahre definitiv angeſtellt. Den 30. Mai 1884 wurde er dann durch Allerhöchſtes Dekret mit Wwirtun vom 1. Juni zum Direktor an der hieſigen Realſchule befördert, deren Leitung er am 30. Juni übernahm.

Herr Reallehrer Hauff machte uns über ſeinen Lebensgang folgende Mitteilung:

Georg Ludwig Hauff, geboren am 7. Oktober 1859 zu Langen, beſuchte bis Herbſt 1869 eine Privatſchule, von da ab die Realſchule zu Worms, von Oſtern 1873 die Realſchule I. Ordnung zu Mainz und beſtand an letzterer im Herbſt 1876 die Maturitätsprüfung. Von Herbſt 1876 bis Sommer 1880 widmete ſich derſelbe auf der techniſchen Hochſchule zu Darmſtadt und den Univerſitäten Gießen und Berlin dem Studium der Mathematik und Naturwiſſenſchaften. Im Staatsexamen erwarb ſich derſelbe die Lehr⸗ fähigkeit für alle Klaſſen in Mathematik, Phyſik und Mineralogie. Am 13. Juli 1880 trat er ſeinen Acceß am Gymnaſium zu Mainz an und wurde am 13. Januar 1881 mit der proviſoriſchen Verwaltung der 1. Lehrerſtelle an der erweiterten Volksſchule zu Lich betraut. Von Herbſt 1882 bis Herbſt 1883 genügte er ſeiner Militärpflicht. Am 18. Oktober 1883 wurde ihm die proviſoriſche Verwaltung einer Lehrerſtelle an dem Großherzoglichen Schullehrerſeminar zu Friedberg und am 1. Oktober 1884 eine Lehrerſtelle an der Realſchule zu Groß⸗Umſtadt übertragen.

8. Am 5. Januar 1885 begann Herr Karl Albert ſeinen Acceß an unſerer Schule.

9. Auf Nachſuchen wurde Herr Reallehrer de Salengre am 27. Januar auf 1 Monat beurlaubt und dieſer Urlaub am 16. Februar auf unbeſtimmte Zeit verlängert.

10. Vom 23. Februar bis 21. März nahm Herr Reallehrer Hauff an einem Turnkurſus in Darmſtadt teil.

11. Der Geſundheitszuſtand der Lehrer und Schüler war im Laufe des Schuljahres durchſchnittlich gut.

V. Der Schule zugewandte Geſchenke.

Für nachverzeichnete Geſchenke, die uns während des Schuljahres zugingen, ſagen wir hiermit den gütigen Gebern im Namen der Anſtalt herzlichen Dank:

6 I. Die Spar⸗ und Kreditkaſſe für den Amtsgerichtsbezirk Groß⸗Umſtadt bewilligte uns auch diesmal wieder: a. für Freiſtellen außerhalb Groß⸗Umſtadts wohnender Schüler, ſowie zur Beſchaffung von Lehrmitteln für unbemittelte Schüler 3..... 6 M. b. für die Bibliothek........... 15⁰0 II. Für das Naturalienkabinet empfingen wir: 1. von Herrn Rentamtmann Warthorſt einen großen Würger, Raeeuntner Weber einen Ziegenmelker und einen Feldhaſen, 3. Peter Zieres in Heubach ein Teichhuhn, 4. Freiherrn von Nordeck zur Rabenau eine Rohrdommel und zwei Rohrhühner, 5. mehreren Realſchülern verſchiedene Tiere zum Ausſtopfen. III. Für die Bibliothek erhielten wir: von mehreren Verlagsbuchhandlungen Freiexemplare neuer Werke.

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