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Aus der vierten Klaſſe: Fabian, Jakob, um Schreiner zu werden. Schädla, Karl, um in eine Privatſchule einzutreten. Siegel, Ludwig, um die Kaufmannſchaft zu erlernen. Wenzel, Friedrich, ohne Angabe eines Grundes.
Aus der fünften Klaſſe: Barth, Georg, um in die Schule ſeines Heimatsortes zurückzutreten. Klein, Wilhelm, desgleichen.
Aus der ſechſten Klaſſe:
Heil, Karl Heinrich, um in die Schule ſeines Heimatsortes zurückzutreten. Heyl, Georg, desgleichen.
4. Chronik der Anſtalt.
Das neue Schuljahr begann am 3. Mai mit den am Schluſſe des Vorjahres verzeichneten Lehr⸗ kräften. Am Schluſſe des Sommerhalbjahres verließen die Herren Dr. Rücker, Karl Sturmfels und Dr. Loebell die Anſtalt, erſterer, um ſeine Studien an der Landesuniverſität Gießen fortzuſetzen, Herr Sturmfels mit Urlaub zu einer Reiſe ins Ausland und Herr Dr. Loebell, um die ihm übertragene Lehrer⸗ ſtelle an der Realſchule zu Oppenheim anzutreten. Die von ihnen vertretenen Fächer übernahmen mit An⸗ fang des Winterſemeſters die Herren Vogel, Staudinger und Glaſer.
Herr Staudinger, der bereits von Pfingſten 1877 bis Herbſt 1878 an der Realſchule gewirkt hatte, dann aber zu einer Reiſe ins Ausland beurlaubt worden war, wurde durch Allerhöchſtes Dekret mit Wirkung vom 1. Oktober definitiv an unſerer Schule angeſtellt. An demſelben Tage wurde Herrn Kunz die bis dahin proviſoriſch von ihm verſehene Lehrerſtelle definitiv übertragen.
Die Herren Vogel und Glaſer geben über ſich folgende Perſonalien:
Chriſtoph Vogel, geboren am 24. Februar 1856 zu Kleeſtadt, beſuchte von Oſtern 1869 bis Herbſt 1873 die Realſchule zu Groß⸗Umſtadt, trat dann in die Realſchule I. O. zu Darmſtadt ein und beſtand daſelbſt im Herbſt 1875 die Maturitätsprüfung. Darauf bezog derſelbe die Landesuniverſität Gießen, um ſich dem Studium der Naturwiſſenſchaften zu widmen, und erwarb ſich in der Staatsprüfung im Sommer 1879 die Lehrfähigkeit für alle Klaſſen in Chemie, Phyſik und den beſchreibenden Naturwiſſenſchaften. Am 1. Oktober 1879 trat er ſeinen Acceß an der Realſchule I. O. zu Gießen an und wurde mit dem 1. Oktober 1880 zum proviſoriſchen Lehrer an der Realſchule zu Groß⸗Umſtadt ernannt.
Rudolf Glaſer, geboren den 6. Juli 1857 zu Offenbach a./M., beſuchte ſeit Oſtern 1867 das Gymnaſium zu Gießen, beſtand Herbſt 1875 die Maturitätsprüfung und widmete ſich darauf auf der Landes⸗ univerſität dem Studium der klaſſiſchen Philologie und Geſchichte als Hauptfach, dem der deutſchen Sprache als Nebenfach, beſtand den 19. December 1879 die Staatsprüfung, auf Grund deren ihm in ſeinem Haupt⸗ fach die Lehrfähigkeit für alle Klaſſen ertheilt wurde. Mit Anfang des Jahres 1880 trat er ſeinen Acceß an dem Gymnaſium zu Gießen an, während er zu gleicher Zeit als ordentliches Mitglied in das mit dem Gymnaſium verbundene pädagogiſche Seminar eintrat. Vom 1. Oktober an wurde ihm die proviſoriſche Verwaltung einer Lehrſtelle an hieſiger Realſchule übertragen.
Die nach dem vorjährigen Berichte nothwendig gewordene Verlängerung des Schuljahres 1879/80 hatte zur Folge, daß ein Ausgleich der geſetzlichen Ferien in dem verfloſſenen Schuljahre eintrat. Derſelbe wurde durch die vom 17. bis 31. Juli gegebenen Sommerferien herbeigeführt. Außerdem war die Schule am Ludwigstag, am 8. November als dem zweiten Kirchweihtag und am Nachmittage des Faſtnacht⸗Dienſtag geſchloſſen. Der 2. September wurde durch ein im Raibacher Thal abgehaltenes Jugendfeſt gefeiert, der Geburtstag Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs durch eine Vorfeier am 11. September,


