Jahrgang 
1925
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2. Die Realſchule kann eine Anzahl Freiſtellen vergeben. Begründete Geſuche, die für dieſe Freiſtellen alljährlich erneuert werden müſſen, ſind ſofort mit Beginn des Schuljahres

ſchriftlich an die Direktion der Realſchule zu richten. Eine Freiſtelle ſoll nur bewilligt werden, wenn gute Befähigung, tüchtiges Streben und tadelfreies Verhalten des Schülers

den Beſuch der Realſchule wünſchenswert erſcheinen laſſen.

Einige Freiſtellen für Kinder aus Groß-Gerau vergibt und verwaltet die Gemeinde Groß⸗Gerau. Geſuche ſind an die Bürgermeiſterei zu richten.

Die Bezirksſparkaſſe Groß⸗Gerau iſt dagegen nicht mehr in der Lage, Freiſtellen zu vergeben.

3. Ferienordnung: Pfingſtferien: 31. Mai 7. Juni; Sommerferien: Samstag, 18. Juli 16. Auguſt; Herbſtferien: 27. Sept. 11. Oktober; Weihnachtsferien: 24. Dezember bis 6. Januar 1926; Oſterferien vermutlich vom 28. März 1926 an.(Anfangs⸗ und Schlußtag einbegriffen.)

Beſondere ſchulfreie Tage: keine.

4. Beſuche bei den Lehrern. Die Mitglieder des Lehrerkollegiums ſind zu Aus⸗

kunft ſtets bereit, und Beſuche der Eltern werden immer als Zeichen des Intereſſes für die Arbeit der Schule gern empfangen. Es iſt jedoch anzuraten, wenn es irgend möglich iſt,

den Beſuch oͤurch den Schüler zeitig anſagen zu laſfen, insbeſondere dann, wenn Ruskunft über Feiſtungen gewünſcht wird.

5. Briefe und Sendungen jeder Art für die Schule ſind nicht an die Adreſſe des Unterzeichneten, ſondern an die Direktion der Realſchule zu richten.

6. Die Unfallverſicherung haben wir während der Inflationszeit eingehen laſſen, werden aber in den erſten Tagen des neuen Schuljahres durch Umfrage feſtſtellen, ob die erneute Einführung der Schülerverſicherung gewünſcht wird. Jahresprämie 2 Mark.

7. Ruswärtigen Schülern iſt verboten, ſich länger als unbedingt nötig in den Warteſälen der Bahnhöfe aufzuhalten. Falls keine Unterkunft in einer Jamilie zur Ver⸗

fügung ſteht, haben die Schüler die Zeit zwiſchen Bahnfahrten und Unterricht in den dazu beſtimmten Räumen in der Schule zu verbringen.

Groß⸗Gerau, im März 1925.

Die Direktion der Realſchule.

Dr. Lettermann.