Jahrgang 
1904
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O

Anna Noſtadt, geb. Rübſamen, Frau des Dr. med. Noſtadt, Sachſenhauſen.

Margarete Schaffner, Groß⸗Gerau.

Eliſabeth Schweisgut, geb. Schweisgut in Homberg a. d. Ohm.

Eliſe Wenz, geb. Ruhland, Frau des Bahnmeiſters Wenz in Groß⸗Gerau(+).

Matbhilde Heckler, geb. Reiß, Witwe des Apothekers Heckler in Darmſtadt.

Angeſichts der günſtigen Verhältniſſe, welche in der Privatrealſchule trotz ihrer kümmerlichen Einrichtungen herrſchten, bleibt die Auflöſung der Anſtalt, die Ende Juli 1871 erfolgte, eine unverſtändliche Erſcheinung, insbeſondere wenn man darauf angewieſen iſt, die näheren Umſtände derſelben aus den vorhandenen Aktenſtücken aufzuklären. Es unterliegt nämlich keinem Zweifel, daß eine Reihe von Schriftſtücken nach der Auf⸗ löſung der Schule beſeitigt worden ſind. Daher iſt es ungemein ſchwer, den Zuſammenhang der näheren Umſtände, welche den Untergang der Schule herbeiführten, aufzudecken. Es kann daber als ein glücklicher Zufall betrachtet werden, daß wir zur Abfaſſung einer Chronik für unſere Anſtalt zu einer Zeit geſchritten ſind, wo es noch möglich war, durch Mitteilungen von Lehrern und Schülern das zu erfahren, was aus den

Akten nicht mehr zu erſehen iſt. Zu ganz beſonderem Dank ſind wir Herrn Direktor Franck aus Frankfurt a. M. und Herrn Direktor Münch in Darmſtadt verpflichtet, von denen der eine als Lehrer, der andere als Schüler der Privatrealſchule uns aus dem Schatz ihrer Erinnerungen manche Aufklärung über dieſen dunklen Abſchnitt in der Geſchichte unſerer Schule gegeben haben. Insbeſondere überheben uns die wertvollen Beiträge zu dieſer Feſtſchrift, in denen Herr Franck in ſehr dankenswerter Weiſe die zahlreichen Erinnerungen aus der Zeit ſeiner Wirkſamkeit niedergelegt hat, einer näheren Darlegung jener eigentümlichen Verhältniſſe. Wir können uns deshalb an dieſer Stelle kurz faſſen.

Es waren nicht die Leiſtungen der Schule, welche den Grund für deren Auflöſung abgegeben haben, ſondern die Urſache dieſer Erſcheinung iſt einzig und allein in der Selbſtändigkeit, welche ſich die Anſtalt bis dahin zu erhalten wußte, zu ſuchen. Zu Anfang der ſechziger Jahre war ſchon einmal der Verſuch gemacht worden, die Schule der Aufſicht des Staates zu unterſtellen. Was damals nicht gelingen wollte, verſprach nunmehr bei einem erneuten Verſuch Erfolg; darum wurde raſtlos daran gearbeitet, in Groß-Gerau eine Lehranſtalt unter ſtaatlicher Aufſicht ins Leben zu rufen. Es waren deshalb alle Hebel in Bewegung geſetzt worden, um dem Kreisſekretär Küchler die Leitung des Privat⸗ inſtitutes zu entwinden, damit ſich dieſe Anſtalt nicht mehr länger dem Einfluß des Staates und der Kirche entziehen könne. Auch den ſeitherigen

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