Jahrgang 
1904
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Anziehungskraft, die von den damaligen Zöglingen der Anſtalt heute noch ſo ſehr gerühmt wird. Dieſer große Vorzug wurde von ſeiten der Behörde, deren Vertreter der entgegengeſetzten Richtung huldigten, ſowie von der Geiſtlichkeit als ein großer Nachteil empfunden und darum auch mit allen Mitteln bekämpft. Obgleich dieſe Kreiſe das lebhafteſte Intereſſe an dem Beſtehen einer ſolchen höheren Lehranſtalt hätten haben müſſen, weil ſie ihr ihre eigenen Kinder zur Vorbereitung auf ihren Lebensberuf anvertraut hatten, ſo haben ſie doch nicht geruht und geraſtet, bis dieſe Schule ihrem Untergang verfallen war, um eine andere unter ſtaatlicher Aufſicht an deren Stelle zu ſetzen. Sie ſuchten deshalb jeden Schritt, welcher dem Staate oder der Gemeinde zur Verbeſſerung ihrer Lage angeſonnen werden ſollte, zu vereiteln. Aus dieſem Grunde forderte die Unterhaltung des Privat unternehmens große Opfer von den Mitgliedern des Privatſchulvereins, obgleich die größte Sparſamkeit in allen Dingen geübt wurde.) Trotz ihrer kümmerlichen Verhältniſſe befand ſich die Privatrealſchule damals in der höchſten Blüte und erfreute ſich in der Bürgerſchaft des größten Anſehens. Die Zahl ihrer Zöglinge belief ſich zu jener Zeit auf ungefähr ein Hundert, und die Erfolge, welche ſie mit deren Ausbildung erzielte, entſprechen den höchſten Anforderungen, welche damals an eine derartige Schule geſtellt wurden. Eine ſtattliche Anzahl tüchtiger Männer verdanken ihr die Grundlage ihrer beruflichen Ausbildung, und viele von ihnen befinden ſich heute in einflußreichen Lebensſtellungen. Leider liegen aus jener Zeit keine vollſtändigen Liſten über den Beſuch der Anſtalt im Laufe des letzten Jahrzehntes ihres Beſtehens vor. Die einzige, welche ſich in einem Klaſſen⸗ buch vom Schuljahre 1860/61 findet, enthält folgende Namen:

W. Walther, Steuerrat in Straßburg.

P. Weidmann, Lehrer in Büdingen.

. Weidmann, Kaufmann in Wallerſtädten.

Amendt().

ritz Weiß, Eiſenbahndirektor in Mainz.

Lahr, Oberamtsrichter in Darmſtadt.

G. Bert, Direktor des Gymnaſiums zu Dortmund().

L. Lahr, Ingenieur am Tiefbauamt in Frankfurt a. M.

K. Leinberger(i).

W. v. Diepenbroek, Direktor einer Zuckerfabrik bei Köln a. Rh. Kalman Simon, Kaufmann in Groß⸗Gerau.

*) Als jährliches Gehalt bezogen die beiden Hauptlehrer der Privatreal ſchule zu jener Zeit 500 Gulden( 855 Mark) im erſten Jahre, vom zweiten ab erhöhte ſich dieſer Betrag auf 524 Gulden( 896 Mark). Welcher Betrag

s Schulgeld in jener Zeit erhoben wurde, war leider nicht zu ermitteln; doch ſoll er nicht ſehr hoch geweſen ſein, um auch Kindern unbemittelter Eltern den Beſuch der Anſtalt zu ermöglichen.

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