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die Anſtalt der Aufſicht des Ortsſchulvorſtandes unterſtellt, welcher an die Kreisſchulkommiſſion als Organ der Großh. Oberſtudiendirektion zu berichten hatte, wenn eine wichtige Entſcheidung zu treffen war.
Dies waren die Erfolge, welche dieſer verhängnisvolle Kampf gezeitigt hatte. Konnten dieſelben Küchler auch nicht befriedigen, ſo liefern ſie doch den Beweis, wie ernſt er es mit ſeinen Verpflichtungen als Vorſteher der Privatſchule genommen hat. Und es muß die Art und Weiſe, wie er dieſe Fehde ausgefochten hat, uns um deswillen mit umſo größerer Be— wunderung erfüllen, als damals ſchon ſein Augenlicht getrübt war, ſo daß er ſich bei ſeiner vielſeitigen Beſchäftigung eines Lektors bedienen mußte. Mit großer Umſicht führte er unter dieſen erſchwerten Verhältniſſen die Geſchäfte des Privatſchulvereins und ſeine Arbeiten zeichnen ſich durch dieſelbe Gründlichkeit aus, welche dem begabten juriſtiſchen Schriftſteller in den beſten Jahren eigen war. So begleitet die oben bereits erwähnte Eingabe an die Großh. Oberſtudiendirektion eine Denkſchrift, in der ſich eine Chronik unſerer Anſtalt befindet, wie ſie ausführlicher nicht abgefaßt ſein könnte. Ferner ſchloß er ein Programm der höheren Privatſchule bei, das offenbar auf ſeine Veranlaſſung von Dr. Schockel verfaßt worden iſt. Dasſelbe bringt aus deſſen Feder eine kleine Abhandlung: Die Sprachen als Mittel für die Bildung des Gemüts und der Intelligenz. Hieran reihen ſich die Schulnachrichten. Dieſelben zerfallen in eine Überſicht über den Unterricht, welcher im Schuljahr 1857/58 an der damals dreiklaſſigen Anſtalt erteilt wurde, und in eine kurze Mitteilung über die Veränderungen im Lehrkörper der Schule während dieſes Zeitraumes.
Alles dieſes hatte Küchler aufgeboten, um den Anfeindungen, welchen die Privatſchule und ihre Lehrer in der damaligen Zeit ausgeſetzt waren, entgegenzutreten, und er hatte die freudige Genugtuung, daß die von ihm geleitete Anſtalt trotz der vorhandenen Unterſtrömungen wuchs, blüte und gedieh. Denn um das Jahr 1858 war ſie von 35 Kindern beſucht. Da eine Liſte derſelben vorliegt, was leider bei den früheren und nachfolgenden Beſuchern unſerer Anſtalt nicht der Fall iſt, ſo möge an dieſer Stelle auch ihrer gedacht werden, denn die Leiſtungen einer Schule werden nicht nur durch die Tüchtigkeit ihrer Lehrer, ſondern auch durch die Erfolge ihrer Schüler beſtimmt. Gerade dieſe liefern durch ihre Stellung, zu welcher ſie ſich in ihrem ſpäteren Leben durchgerungen haben— wenn auch nicht durchgehends, ſo doch in der weitaus größten Anzahl der Fälle—, den Beweis, welch ein Geiſt die Schule, welche ihre Erziehung und ihren Unterricht geleitet hat, beherrſchte.
Auf eine vollſtändige Aufzählung der Schüler, welche damals der Anſtalt angehörten, muß hier ſchon aus Mangel an Raum verzichtet werden. Wir müſſen uns hier darauf beſchränken, die bekannteren Namen aufzuführen.“)
*) Die Namen der als Kinder Verſtorbenen ſind weggelaſſen.
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