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Inſtitut in Emmerich am Niederrhein über.“) An ſeine Stelle trat Chr Kuhl aus Michelſtadt i. O.
Im Juni des darauffolgenden Jahres wurde Georg Ritſert als Pfarrer nach Oberingelheim verſetzt.*) Seine Stelle verſah auf ein halbes Jahr der Pfarramtskandidat Rudolf Schlich aus Langgöns,) der auch deſſen Unterricht an der Privatſchule übernahm. Im November desſelben Jahres trat Dr. J. Römheld aus Königſtädten als Nachfolger Ritſerts das Amt des Mitpredigers an. Er erteilte auch den Unterricht in den alten Sprachen an der Privatſchule, der er mehr als ein Luſtrum ſeine wertvollen Dienſte widmete.
Während dieſer Zeit war auch eine Veränderung in dem Vorſtand
des Privatſchulvereins vorgegangen. Der Landrichter Karl Becker war zu Pfingſten 1853 nach Waldmichelbach in gleicher Eigenſchaft übergeſiedelt; an ſeiner Stelle wurde Dekan Clotz gewählt, welcher dieſes Amt bis zum Januar 1855 bekleidete. Von dieſer Zeit an übernahm der Kreis⸗ ſekretär Küchler die Führung der Geſchäfte, und damit beginnt für die Entwickelung d der Privatſchule eine ſehr ſegensreiche, wenn auch an Kämpfen ſchwere Zeit.““
In der erſten Hälfte der 50er Jahre war nämlich der Beſuch der Schule ſtändig zurückgegangen, ſo daß die Schülerzahl nur noch 10 betrug. Als Küchler an die Spitze des Privatſchulvereines trat, ſtieg dank ſeinem Eingreifen die Zahl der Zöglinge in wenigen Jahren auf das dreifache.
In der zweiten Hälfte desſelben Jahrzehnts vollzog ſich in raſcher Folge wiederum eine Reihe von Veränderungen in der Lehrerſchaft
Infolge ſeiner Verſetzung nach Offenbach legte Kuhleeesr) um die Mitte des Jahres 1855 ſeine Stellung an der Schule nieder und wurde
*) Nach Beendigung ſeiner Studien an der Univerſität Bonn trat er in den heſſiſchen Staatsdienſt ein und wirkte 1854—1857 an der Realſchule zu Michelſtadt, 1857— 1865 an der Realſchule zu Darmſtadt. Von 1865—1890 war er Direktor an der Realſchule zu Michelſtadt. Er ſtarb in Darmſtadt am 31. Juni 1897.
**) Er ſtarb in Rodheim, wo er zuletzt als Pfarrer gewirkt hatte.
d) Shläch ſtarb 1886 in Partenheim.
***⁶) Das Rechnungsweſen beſorgte eine Reihe von Jahren der Aktuar Borng äſ ſer. Nach deſſen Rücktritt trat bis zum Jahre 1858 faſt alljährlich ein Wechſel in der Beſetzung dieſes Poſtens ein. Eine Rechnungsablage fand innerhalb dieſes Zeitraumes nur wenige Male ſtatt. Es hat keinen Wert, auf dieſen Punkt hier näher einzugehen, zumal da nach dieſer Zeit überhaupt keine Angaben über das Rechnungsweſen der Anſtalt in den Akten mehr zu finden ſind.
**rrn) Als Direktor der dortigen Realſchule wurde er Juni 1883 in gleicher Eigenſchaft an das Realgymnaſium nach Darmſtadt verſetzt, wo er bis zu ſeiner Verſetzung in den Ruheſtand(Herbſt 1894) wirkte Er ſtarb am 10. Mai 1900.


