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4. Studienreferendar Wilhelm Müßig war zur Ableiſtung ſeines Probejahres im Som⸗ merhalbjahr und im Winter bis zum 1. Dezember 1926 an unſerer Anſtalt beſchäftigt. Er ver⸗ ließ uns infolge ſeiner Berufung an die hieſige Oberrealſchule zur Vertretung des Studienrats Dr. König.
5. Studienaſſeſſor Dr. Fritz Heichelheim als Volontär vom 16. Oktober bis zum 1. No⸗ vember 1926. Er wurde dann zur Aushilfleiſtung an das Gymnaſium und die Realſchule in Bingen berufen.
Am 25. Oktober 1926 beehrte Herr Miniſterialdirektor Arſtadt die Anſtalt mit ſeinem Beſuch und nahm an dem Anterricht in einigen Klaſſen teil. Am 8. Juli, am 3. September und am 14. Dezember 1926 beehrte uns Herr Staatsrat Block mit ſeinem Beſuch.
2. Reifeprüfungen.
Die diesjährige Reifeprüfung fand am 5. März 1927 unter dem Vorſitz des Herrn Staatsrat Block und am 7. März 1927 unter dem Vorſitz des Direktors ſtatt. 23 Oberprimaner beſtanden die Prüfung, einer war nach der ſchriftlichen Prüfung zurückgetreten.
Im Herbſt 1926 hatten zwei Oberprimaner die Reifeprüfung beſtanden.
Außerdem konnte im Herbſt einem und im Frühjahr zwei Nichtſchülern nach beſtandener Prüfung das Reifezeugnis erteilt werden.
3. Schulfeiern.
Am 21. Auguſt feierte die Schule den Verfaſſungstag. Die Anſprache hielt Studienrat Dr. Wolkewitz.
Am 30. Oktober wurde der vierhundertjährigen Wiederkehr der Einführung der Refor⸗ mation in Heſſen durch eine Schulfeier gedacht, bei der Studienrat Dr. Schmoll die Anſprache hielt.
Die Peſtalozzifeier vereinigte am Mittwoch, 16. Februar 1927, die oberen Klaſſen ſämt⸗ licher hieſigen Schulen zu einer gemeinſamen Feier in der Aula. Die Anſprache hielt der Ober⸗ ſtudiendirektor an der Oberrealſchule Dr. Noller.
Außerdem nahm das Lehrerkollegium an der von den Lehrern und Lehrerinnen des Kreiſes und der Stadt Gießen am 17. Februar in der Neuen Aula der Aniverſität veranſtalteten Peſtalozzifeier teil.
Beethovens Todestag galt die von Chorgeſängen und Muſikvorträgen umrahmte Feier der Schule am 26. März. Lehrer Deml gedachte in ſeiner Anſprache der Bedeutung des großen Toten.
4. Turnen, Sport, Spiel und Wanderungen.
Außerhalb der regelmäßigen Turnſtunden wurden an den Nachmittagen Spielſtunden abgehalten, an denen, in vier Gruppen geteilt, die Schüler aller Klaſſen mit Ausnahme der aus⸗ wärtigen Schüler teilnahmen. Außerdem gab die Teilnahme an Sport⸗ und Wandervereinen vielen Schülern Gelegenheit zu körperlicher Betätigung. Leider konnte der Schwimmunterricht wegen der Beſchränkung der uns zur Benutzung des Schwimmbades zur Verfügung geſtellten Zeit nicht auf alle Klaſſen ausgedehnt werden, jedoch wurden vier Klaſſen je einmal in der Woche zum Schwimmen geführt.


