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Für den in den Ruheſtand getretenen Studienrat Storck übernahm den Zeichenunterricht in den Oberklaſſen aushilfsweiſe der Reallehrer an der Oberrealſchule Ludwig Hebemehl, in der Obertertia und Unterſekunda Oberreallehrer Will.
Den Geſangunterricht, der in den Händen des in den einſtweiligen Ruheſtand ge— tretenen Reallehrers Kiſſel lag, übernahmen aushilfsweiſe in den Klaſſen VL—IV der Reallehrer an der Oberrealſchule Jacob Klippel, in den mittleren und oberen Klaſſen der Lehrer an der hieſigen Stadtknabenſchule Heinrich Simon.
Herr Staatsrat Block beſuchte unſere Anſtalt am 13. Auguſt und am 16. Dezember 1924.
2. Reifeprüfungen.
Die diesjährige Reifeprüfung fand am 17. und 18. Februar 1925 mit der unter dem Vorſitz des Herrn Staatsrats Block abgehaltenen mündlichen Prüfung ihren Abſchluß. 26 Schüler konnten für beſtanden erklärt werden. Außerdem hatte im Herbſt 1924 ein Oberprimaner die Reifeprüfung beſtanden.
3. Schulfeiern.
Eine Kantgedächtnisfeier vereinigte am 10. Mai 1924 die oberen Klaſſen der höheren Knabenſchulen und der höheren Mädchenſchule im Feſtſaal der höheren Mädchenſchule. Herr Univerſitätsprofeſſor Dr. Meſſer wies in ſeiner Anſprache auf das Lebenswerk des großen Philo⸗ ſophen und ſeine Bedeutung für uns und die geſamte Menſchheit hin.
Aus Anlaß der 200. Wiederkehr des Geburtstages Klopſtocks fand am 2. Juli 1924 an einer Vormittagsſtunde vor den Schülern der Sekunda und Prima eine Feier ſtatt, bei der Studienrat Dr. Ploch die Anſprache hielt.
Bei der für den 11. Auguſt angeordneten Verfaſſungsfeier hielt der Direktor die An⸗ ſprache, während bei der Totengedenkfeier am 22. November Studienrat Dr. Schmoll die Er— innerung an die Toten des Weltkrieges wachrief und ihre bis in den Tod bewährte Treue der Jugend als Beiſpiel vor Augen ſtellte.
Am Donnerstag, den 5. März 1925, fand eine Trauerfeier aus Anlaß des Ablebens des Reichspräſidenten ſtatt, bei der Studienrat Völzing die Anſprache hielt.
4. Turnen, Sport, Spiel und Wanderungen.
Auch in dieſem Schuljahr haben wir der körperlichen Ertüchtigung unſerer Jugend unſere Aufmerkſamkeit geſchenkt. Schüler aller Klaſſen waren in großer Zahl Mitglieder der verſchiedenen Turn⸗Sport und Wandervereine Gießens und der Umgebung.
Mit der Einführung des Schwimmunterrichts wurde in dem Winterhalbjahr ein Verſuch gemacht. Zunächſt wurden wöchentlich 2 Klaſſen, Ibl und IIIbI, in je einer Turnſtunde in das Volksbad geführt. Die Stunden fanden bei der Jugend großen Beifall, und die Erfahrungen, die wir in der kurzen Zeit gemacht haben, ermuntern uns, dieſem der körperlichen Kräftigung unſerer Jugend in hohem Maße dienenden Unterricht auch weiterhin jede Förderung zuteil werden zu laſſen.
Die Abhaltung eines gemeinſamen Jugendtages ſcheiterte leider auch in dieſem Jahre wieder an der Ungunſt der Zeitverhältniſſe. Dagegen kann der Tag der Reichsjugendwettkämpfe, gemeinſam begangen am 19. September von der geſamten Schuljugend Gießens, als wohlge⸗ lungen bezeichnet werden. 42 Realgymnaſiaſten beteiligten ſich bei einer Geſamtteilnehmerzahl von 262 an den Knabenwettkämpfen. In der Oberſtufe gingen 6, in der Mittelſtufe 16 und in der Unterſtufe 14 Schüler als Sieger aus den Wettkämpfen hervor.


