Jahrgang 
1917
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Die vom Jungdeutſchlandbund, Bezirk Gießen⸗Stadt, ins Leben gerufenen Wettkämpfe um den Hindenburgſchild fanden am 26. Auguſt 1916 auf der Rennbahn an der Hardt ſtatt. Es beteiligten ſich dieſesmal ſämtliche Knabenſchulen Gießens, ſodaß im ganzen 11 Gruppen mit zuſammen 88 Schülern gegeneinander kämpften. Die Übungen beſtanden wieder in Laufen, Klettern, Hochſprung, Weitſprung und Kugelſtoßen. Den Schild errang für das nächſte Jahr die Mittelſtufe des Gymnaſiums mit 846 Punkten, während die Mittelſtufe des Realgymnaſiums, die im vorigen Jahre den Schild mit 650 Punkten gewonnen hatte, diesmal mit 842 Punkten nur um 4 Punkte hinter der erreichten Höchſtzahl zurückblieb.

Bei der von der Frankfurter RudergeſellſchaftGermania am 17. September 1916 in Frankfurt a. M. veranſtalteten Regatta gewannen unſre Oberprimaner Paul Breuning und Wilhelm Michel in dem Vierer derGießener Rudergeſellſchaft von 1877 den Sieg. Die Mannſchaft, die Plaketten erhielt, hatte gegen 6 andere Boote(Bamberg, Berlin, Frankfurt a. M., Höchſt, Offenbach, Worms) zu kämpfen. Bei der internen Regatta derGießener Ruder⸗ geſellſchaft von 1877, die am 24. September 1916 ſtattfand, erhielten Wilhelm Michel Ol, Fritz Zimmer Ol und Ludwig Waslé OlI im Verloſungs-Vierer⸗Rennen den erſten Preis. Am 8. Oktober 1916 beteiligte ſich die Schülermannſchaft derGRG von 1877(darunter Paul Breuning Ol und Wilhelm Michel O!) an dem Abrudern der Frankfurter Rudergeſellſchaft Sachſenhauſen. Die Schülermannſchaft gewann das Gaſt⸗Vierer⸗Rennen mit 3 Bootslängen und ging ſomit als beſte deutſche Schülermannſchaft für 1916 aus den Wettkämpfen hervor. Bei dem am 15. Oktober 1916 ſtattgehabten Abrudern des VereinsRuderſport Gießen 1913 ſiegte in dem Schulen-Gaſt⸗Rennen unſre Mannſchaft(UI Erich Göres, Robert Schwab, OIl Wilhelm Eidmann, UII Heinrich Bouteiller, Georg Müller) mit 3 Bootslängen gegen die Mannſchaft des Wetzlarer Gymnaſiums und errang damit den für den Sieger dieſes Rennens geſtifteten Pokal.

5. Reifeprüfungen.

über die an der Anſtalt abgehaltenen Kriegsreifeprüfungen und die ordentliche Reife⸗ prüfung vgl. die tabellariſche Überſicht III2, Seite 7.

8 Schüler konnten auf Grund ihrer Jahresleiſtungen und ſchriftlichen Prüfungsarbeiten von der mündlichen Prüfung befreit werden. In allen Fällen war der Direktor zum Regierungs⸗ vertreter ernannt worden.

6. Schulfeiern.

Zur Feier des Ludwigstages, des Sedantages und des Geburtstages Ihrer Kgl. Hoheit der Großherzogin fiel der Unterricht am 25. Auguſt, am 2. und 16. September aus. Der Geburtstag Sr. Kgl. Hoheit des Großherzogs wurde am Nachmittag des 24. November 1916, derjenige Sr. Majeſtät des Kaiſers am Nachmittag des 26. Januar 1917 im Kreiſe der Schule feſtlich begangen. Bei der erſten Feier hielt Herr Oberlehrer Dr. Horn, bei der letzteren Herr Profeſſor Dr. Emmel die Feſtrede.

Die zum 25 jährigen Regierungsjubiläum Sr. Kgl. Hoheit des Großherzogs für den 13. März 1917 vorgeſehene Feier mußte wegen der durch den Kohlenmangel verur⸗ ſachten Ausſetzung des Unterrichts bis auf weiteres verſchoben werden. Zu der Großherzog⸗ Ernſt⸗Ludwig⸗Jubiläumsſpende haben unſre Schüler 127,45 Mark beigetragen.

7. Geſchenke.

Herr Profeſſor Storck ſchenkte der Anſtalt eine künſtleriſch vergrößerte und eingerahmte Photographie unſeres am 31. Oktober 1914 bei Le⸗Quesnoy gefallenen Kollegen, des Lehramts⸗