Jahrgang 
1929
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Stiſtungen.

Für die chemiſche Sammlung: Ein Polarimeter(von Anterſekundaner Geißmantel); für die phoſikaliſche Sammlung: Gummiſtopfen und Gummiſchläuche(Oberſekundaner Luft); ein früherer Schüler, Herr Schwarz von Wiesbaden, ſtiftete einen Oeltransformator, zwei Transformatoren, einen Motor, verſchiedene Volt⸗ und Amperemeter, einen Nadelgleich⸗ richter, eine Coolidge⸗Köhre, einen Gleichrichter(Platte⸗Spitze in luftverdünnter Kugel), einen Härtemeſſer für Röntgenſtrahlen und verſchiedene Einzelbeſtandteile elektriſcher Apparate.

Für die Bibliotheken: Bücher und Abhandlungen von Prof. Dr. Männchen (ſeine Methodik des mathematiſchen Anterrichts), von Studienaſſeſſor Dr. Henß, Primaner Kirchheimer und dem Anterzeichneten.

Allen Spendern ſei im Namen der Schule auch an dieſer Stelle herzlich gedankt.

Verſchiedenes.

Von den Lehrern nahmen an Kurſen und Tagungen teil: Oberſtudiendirektor Dr. Roller, die Profeſſoren Weber und Barth, die Studienräte Krauß und Dr. Flörke.

Der ungeteilte Anterricht hat ſich auch in dieſem Jahre bewährt und wird bei⸗ behalten. Am jedoch den auswärtigen Schülern das rechtzeitige Eintreffen im Anterricht zu ermöglichen, werden ſie morgens durch die Poſt in mehreren Omnibuskraftwagen vom Bahnhof zur Schule gefahren.

Die Spartätigkeit einer großen Anzahl von Schülern wurde durch Vermittlung der Schule weiter ausgeübt.

An der Pfingſtfahrt des Vereins für das Deutſchtum im Ausland beteiligten ſich 3 Lehrer und 22 Schüler.

Das Milchfrühſtück wurde ſtark in Anſpruch genommen und wird für die Schüler wärmſtens empfohlen.

Die ſportliche Betätigung der Schule war unter Leitung einiger Lehrer ſehr rege. Häufig fanden zum größten Teil erfolgreich Wettkämpfe mit anderen Schulen ſowie Sporivereinen ſtatt. Dem Oberſekundaner W. Müller wurde für beſondere ſportliche Leiſtungen die Sportplakette des Herrn Reichspräſidenten verliehen.

Als Austauſchſchüler verbrachte der Anterprimaner Mohr vier Wochen in Frankreich. Andere ſtanden im Briefwechſel mit franzöſiſchen Schülern. Die begrüßenswerte Einrichtung wird von Studienrat Schoen verwaltet.

In der letzten Schulwoche veranſtaltete Zeichenoberlehrer Klein eine Ausſtellung von Schülerzeichnungen.

Das pädagogiſche Seminar.

Im Laufe des Jahres gehörten dem pädagogiſchen Seminar folgende Studienreferendare an: bis Herbſt 1928: Dr. Kämmerer, Dr. Rehwald, Dr. Wallenfels, ſeit Oſtern 1928: Bayer, Dr. Meuer, Michell, Dr. Vogel, ſeit Herbſt 1928: Flohr, Heß, Jung, Keller, Dr. Kemmer, Reichelt, Schäfer, Dr. Gernand, Dr. Hornickel.

Das Probejahr verbrachten, zum Teil vorübergehend, bei uns die Studienreferendare Blauth(ſeit November Deutſche Schule in Florenz), Chriſt, Trapp ſſeit November Gomnaſium Birkenfeld), Dr. Vogt(etzt Realgymnaſium Gießen), Dr. Wallenfels.

Ihre Staatsprüfung legten im September die Studienreferendare Chriſt, Dr. Geismar, Hainz, Meuſer, Roth, Sadek, Dr. Schudt, Steinhäuſer und Dr. Wamſer ab, im März die Referendare Knaus, Dr. Meuer, Trapp, Dr. Vogt.

An der Leitung der Seminarabteilungen ſowie an der Einführung in den praktiſchen Anterricht hat ſich nichts geändert(nach dem Jahresbericht 1927).

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