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gäſſer, Albert Dienſt, Paul Grobe, Max Kehrmann, Theodor Kühlein, Robert Niederhoff, Heinrich Preußer, Walter Velte.
Am 8. Oktober feierte Oberſtudiendirektor i. R. Dr. Baur, der Vorgänger des Anter⸗ zeichneten, ſeinen 70. Geburtstag. Der Lehrkörper ließ ihm dazu die beſten Wünſche übermitteln.
Oberſtudienrat Profeſſor Heinrich Lucius †.
Oberſtudienrat Profeſſor Heinrich Lucius ſtarb am 13. Oktober und wurde am 16. Oktober 1931 auf dem hieſigen neuen Friedhof begraben. Der Lehrkörper nahm ge⸗ ſchloſſen an dem Begräbnis teil und ehrte ſein Andenken durch eine Kranzſpende. Eine Gedächtnisanſprache hatte ſich der Verſtorbene verbeten.
Heinrich Lucius war geboren am 27. Auguſt 1862 zu Jugenheim in Rheinheſſen als Sohn des dortigen Poſtverwalters Ernſt Lucius, evangel. Bekenntniſſes. Die Reifeprüfung beſtand er am Gymnaſium zu Bensheim, ſtudierte auf den Aniverſitäten Gießen und Leipzig evangel. Theologie, ſodann auf der Aniverſität Gießen Mathematik und Naturwiſſenſchaften. Nach Erledigung ſeines Studiums trat er zur Ableiſtung ſeines Vorbereitungsdienſtes ins Pädagogiſche Seminar unſerer Anſtalt ein, das damals noch von ſeinem Gründer, Profeſſor Dr. Schiller, geleitet wurde. Dann war er als Lehrer tätig an der Realſchule zu Alsfeld und an dem Nealgymnaſium und der Oberrealſchule zu Gießen. Während dieſer Tätigkeit wurde ihm der Profeſſortitel verliehen. Herbſt 1912 wurde er beauftragt, die bis dahin von Profeſſor Dr. Fink innegehabte Stelle des Phyſikers an unſerer An⸗ ſtalt zu übernehmen. Er verwaltete dieſe Stelle bis zu ſeiner Nuheſtandsverſetzung am 1. Dezember 1927. Mehrere Jahre war er der dienſtälteſte Lehrer und der Vertreter des Direktors an der Anſtalt. Mit Wirkung vom 1. Oktober 1927 wurde er nachträglich zum Oberſtudienrat befördert.
Oberſtudienrat Profeſſor Lucius war ein für ſein Lehrfach ſtark intereſſierter Lehrer und beſaß ein beſonderes Geſchick für das in dieſem Fach ſo wichtige Experimentieren. Die Einrichtungen in unſerer Anſtalt, die es ermöglichen, den Phyſikunterricht auf den Schülerverſuch zu gründen, ſtammen von ihm. Er war eine beſcheidene, religiös geſtimmte und vaterländiſch gerichtete Natur. An der Anſtalt hing er mit großer Treue und legte großen Wert darauf, daß ſie ihren alten Ruf als hervorragende Bildungsſtätte, auch des akademiſchen Lehrernachwuchſes, behaupte.— Der An8terzeichnete hat ihm auch für jahr⸗ zehntelange ungetrübte Freundſchaft zu danken.
Aus dem Schulleben.
Schülerbeſtand am 15. Mai: 215, darunter 12 Mädchen, 18 Schüler mehr als im Vorjahr. Die neue Sexta war außergewöhnlich ſtark, 45 Schüler. Die Anſtalt nimmt ſeit 1929, wo die Schülerzahl einen Tiefſtand erreicht hat, wieder beträchtlich zu. Die Erkenntnis der Be⸗ deutung der gymnaſialen Bildung ſcheint von neuem lebendig zu werden. Die Zunahme wird ſich im kommenden Jahre fortſetzen.
Die Reifeprüfung der Oberprimaner fand unter dem Vorſitz des Anterzeichneten ſtatt. Sie wurde von allen Prüflingen beſtanden. Der Prüfung im Hebräiſchen unterzogen ſich außer dem Gymnaſiaſten Karl Peppler die Realgymnaſiaſten Waldemar Döll, Friedrich Hickel und


