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heitlichen Wiederherſtellung an die Anſtalt berufen. Studienaſſeſſor Dr. Walter, der im vorher⸗ gehenden Schuljahr Profeſſor Dr. Gundel vertreten hatte, wurde zur Aushilfsdienſtleiſtung an die Studienanſtalt und das Realgymnaſium zu Gießen abberufen.
Studienreferendar Dr. Rudolf Keil wurde zur Beendigung ſeines Probejahres auf ſeinen Wunſch nach der hieſigen Oberrealſchule zurückverſetzt. Studienrat Dr. Hatto Schröder ſetzte ſein Probejahr an der Anſtalt bis zur Beendigung im Herbſt fort.
Am 1. Dezember übernahm Pfarrverwalter Friedrich Chriſtgen an Stelle des aus⸗ ſcheidenden Kaplans Weſſelkamp den katholiſchen Religionsunterricht.
Pädagogiſches Seminar. In dem theoretiſchen AÄnterricht erfolgten folgende Ände⸗ rungen: Zur Ermöglichung einer getrennten Anterrichtung der Oſter⸗ und Herbſt⸗Referendare im altſprachlichen nnd deutſchen Fachſeminar wurde je ein halbjähriger Kurs für die Anterſtufe ein⸗ geführt, der von den Studienräten Dr. Fiſcher und Dr. Wolkewitz übernommen wurde, die Mittel⸗ und Oberſtufe blieb in den beiden Fachſeminaren in der Hand des Direktors. Da ein zu Oſtern eingetretener Referendar die Lehrbefähigung für Franzöſiſch beſitzt, wurde für dieſen auch das neuſprachliche Fachſeminar unter Studienrat Miſchler wieder eröffnet. Es beſtanden alſo im abgelaufenen Schuljahr im Pädagogiſchen Seminar folgende Abteilungen: 1. Hauptſeminar, 2 bis 4 Stunden wöchentlich; 2. Kurs für Schulgeſundheitslehre, 8 Stunden jährlich; 3. Deutſches und Altſprachliches Fachſeminar, Mittel⸗ und Oberſtufe, 2 Stunden wöchentlich; 4. Deutſches Fachſeminar, Anterſtufe, 1 Stunde wöchentlich; 5. Altſprachliches Fachſeminar, Anterſtufe, 1 Stunde wöchentlich; 6. Neuſprachliches Fachſeminar, 10 Stunden jährlich; 7. Geſchichtliches Fachſeminar, 12 Stunden jährlich; 8. Geographiſches Fachſeminar, 16 Stunden jährlich; 9. Turnſeminar, 2 Stunden wöchentlich.
Am 3. September war die Staatsprüfung der Referendare Engel, Jochem, Schröder und Seiler unter dem Vorſitz von Miniſterialdirektor Irſtadt. Alle vier Referendare beſtanden die Prüfung.
Zu Herbſt verließen das Pädagogiſche Seminar nach erfolgreicher Abſolvierung die Refe⸗ rendare Bardong, Dr. Bettermann, Fiſcher, Dr. Kallenbach, Nink, Walter, Weiß, Zeitz. Bardong und Dr. Bettermann verblieben zur Ableiſtung ihres Probejahres an der Anſtalt; Fiſcher und Zeitz gingen an die Auguſtinerſchule zu Friedberg, Dr. Kallenbach an das Gymnaſium zu Offenbach, Weiß an die Oberrealſchule am Stadthaus zu Offenbach, Rink an das Realgymnaſium zu Gießen, Walter an das Gymnaſium zu Worms.
Zu Oſtern traten neu ein die Referendare Karl Becker, Karl Criſpens, Hans Frieß und Hans Schäfer, zum Herbſt Rudolf Knab und Hermann Roth. Am 18. September beſuchten die Referendare unter der Führung des Direktors die Goetheſchule zu Gießen und nahmen an dem Anterricht einer Grundſchulklaſſe und einer oberen Klaſſe teil. Für die freundliche Aufnahme ſind wir wiederum der Leitung und den beſuchten Klaſſenlehrern zu Dank verpflichtet. Am 23. September unternahm das Pädagogiſche Seminar eine Fahrt nach dem benachbarten Friedberg, wo wir die Blinden⸗ und Taubſtummenanſtalt und die Aufbauſchule beſuchten. Auch hier wurden unſeren Referendaren von den Leitungen und Lehrern wertvolle und dankenswerte Einblicke in Einrichtungen und Anterrichtsführung der Anſtalten gegeben.
Die Referendare nahmen weiter an einem Sanitätskurs des Roten Kreuzes über erſte Hilfsleiſtungen bei Anglücksfällen teil, den Aniverſitätsprofeſſor Dr. Brüning für die Anterprimaner des Gymnaſiums, Realgymnaſiums und der Oberrealſchule veranſtaltete.
Am Altſprachlichen Seminar, Mittel⸗ und Oberſtufe, nahm im Januar und Februar auch Referendar Theodor Albrecht von der hieſigen Oberrealſchule teil, am Lehrgang unſeres Turn⸗ ſeminars auch die Referendare des Pädagogiſchen Seminars der Studienanſtalt Heinrich Born⸗


