Jahrgang 
1928
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IV. Zur Geſchichte der Anſtalt.

Der Lehrkörper.

Am Anfang des Schuljahres übernahm der Anterzeichnete die Leitung der Anſtalt. Seine feierliche Begrüßung durch Lehrkörper und Schülerſchaſt erfolgte am 26. April, dem erſten Schultag. Die Begrüßungsanſprache hielt St.⸗R. Prof. Luecius, das älteſte Mitglied des Lehrkörpers.

Mit Beginn des Schuljahres traten einige Aenderungen im Lehrkörper ein. St.⸗R. Dr. Karl Dieh, der durch Verf. v. 21. Okt. 26 zur kommiſſariſchen Verwaltung einer Studien⸗ ratsſtelle der Anſtalt überwieſen war, wurde wieder abberufen und kehrte in ſeine Stelle am hieſigen Realgymnaſium zurück. Dafür wurde St.⸗R. Dr. Georg Appel, der gleichfalls bis⸗ her am Realgymnaſium beſchäftigt war, an die Anſtalt verſetzt. Die beiden St.⸗Ref. des Päda⸗ gogiſchen Seminars Karl Roth und Dr. Johannes Meuſer fanden Verwendung, der erſtere am Realgymnaſium zu Darmſtadt, der letztere an demjenigen zu Mainz. St.⸗Ref. Roth blieb bis zum Herbſt, wo ſeine Seminarzeit ablief, verwendet(15. 8. 8. 10. an der Li. O. R. zu Darmſtadt), Dr. Meuſer kehrte nach den Sommerferien in das Seminar zurück und ſetzte ſeine Vorbereitungszeit fort. Kaplan Joſeph Hainz wurde abberufen und nach Offenbach⸗ Bürgel verſetzt. An ſeiner Stelle übernahm Kaplan Nikolaus Kalteyer den katholiſchen Religionsunterricht.

St.⸗A. St.⸗R. Otto Heß wurde durch Arkunde vom 23. Sept. 27 mit Wirkung vom 1. Okt. 27 zum überplanmäßigen Studienrat ernannt.

Mit Wirkung vom 1. Dez. 27 wurden St.⸗R. Prof. Heinrich Lucius und Ober⸗ reallehrer Auguſt Haggenmüller in den NRuheſtand verſetzt, der erſtere auf Grund des Geſetzes über die Altersgrenze, der letztere auf ſein Nachſuchen. Damit haben zwei hochver⸗ diente Mitglieder des Lehrkörpers die Anſtalt verlaſſen. Prof. Lucius wirkte ſeit 1. Okt. 1912 an der Schule, an die er vom hieſigen Realgymnaſium übertrat. Nur ſchweren Herzens ent⸗ ſchloß er ſich damals, die Stelle am Realgymnaſium aufzugeben, deſſen phyſikaliſches Kabinett ihm zum zweiten Heim geworden war. Nachdem er aber dann ans Gymnaſium übergetreten war, griff er die neue Aufgabe mit dem ihm eigenen Eifer an. Durch die muſterhafte Einrichtung des Saales für phyſikaliſche Schülerübungen hat er ſich ein hohes Verdienſt um die Anſtalt er⸗ worben. Als langjähriger Aelteſter des Lehrkörpers hat er oft in Vertretung des Direktors die Geſchäfte geführt. Auch hier hat er Wertvolles geleiſtet. Noch in der Zwiſchenzeit zwiſchen dem Abgang Dr. Baurs und dem Antsantritt des Anterzeichneten hat er mannigfache Erneuerungs⸗ und Wiederherſtellungsarbeiten im Innern des Anſtaltsgebäudes mit großer Tatkraft und feinem Geſchmack angeordnet. Oberreallehrer Haggenmüller hat faſt ſeine geſamte Berufstätigkeit dem Gymnaſium gewidmet. Am 17. November 1888 wurde er als Schulverwalter an die damals noch beſtehende Vorſchule berufen, am 4. Januar 1892 hier planmäßig angeſtellt und dann am 1. April 1913 als Nachfolger des damals in den Nuheſtand getretenen Reallehrers Edmund Hartmann zum Reallehrer am Gymnaſium ernannt. Die Anfänge ſeines Wirkens fallen in die Zeit Hermann Schillers, unter deſſen Einfluß er noch eine Reihe von Jahren ſtand. Mit Haggen⸗ müller hat der letzte Schillerianer die Anſtalt verlaſſen. Sein angeborenes Lehrgeſchick, ſeine aus⸗