Jahrgang 
1902
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der Hauptſache die treibenden Kräfte der Handlung in dem Nibelungenlied und der Gudrun? 5. Walther von der Vogelweide, charakteriſiert nach den geleſenen Gedichten. 6. Die Umwandlung des römiſchen Reichs in eine Monarchie. 7. Marie Stuart als tragiſcher Charakter. 8. Vergleichende Charakteriſtik Leiceſters und Mortimers.

Ul. 1. UhlandsMärchen aus den litterargeſchichtlichen Daten erläutern. 2. Die große Mannigfaltigkeit der Klopſtockſchen Naturoden, gemeſſen an Walthers Liedern. 3. Welches Selbſtporträt vom Dichter entwirft Klopſtock in ſeinen Oden? 4. Iſt Walthers Ausſpruch: swaâ uns ein lant iender nahe gelâc, daz gèérte suône oder ez Was betwungen. hiſtoriſch haltbar?(Kl.⸗Aufſ.) 5. Moderne Züge in Theophraſts Charakterbildern. 6. Deutſche Treue in Minna von Barnhelm. 7. Uebungen zum äſthetiſch geſchulten Sehen(aus Luckenbach).(Kl.⸗Aufſ.) 8. Verdient das carmen Sado- leti Leſſings Lob, es ſei eines antiken Dichters würdig?

Ol. 1. Vergleich von GoethesPilgrim und SchillersSchatzgräber. 2. Die Verwendung deszweiten Elements(Waſſer) in der Goetheſchen Poeſie. 3. Wie recht⸗ fertigt Schiller die Einführung des Marquis Poſa in den Briefen über Don Carlos? 4. Wie erklärt ſich der verſchiedene Eindruck, den die franz. Revolution vor und nach 1792 auf die Zeitgenoſſen gemacht hat?(Kl.⸗Aufſ.) 5. Die ElegieIlmenau als biographiſches Dokument. 6. Schillers Wort:Der Menſch iſt frei geboren und Goethes: Der Menſch iſt nicht geboren, frei zu ſein eine zu vermittelnde Antitheſe. 7. Die Schickſalsidee in derBraut von Meſſina und dagegen inWallenſteins Tod. (Kl.⸗Aufſ.) 8. Maturitätsaufſatz: Wie mag man ſich mit Rankes paradoxer Aeußerung abfinden, Schiller ſei objektiv, Goethe ſubjektiv?

Freie Arbeiten.

Da die Anfertigung freier Arbeiten in das Ermeſſen der einzelnen Fachlehrer

geſtellt war, ſo unterbleibt die Veröffentlichung der Themata.

Zeichnen.

VI. Gerade Linie, Senkrechte, Wagerechte. Winkel. Die regelmäßigen Figuren der Ebene. Audendung von Ornamenten.

V. Die krumme Linie. Anwendung an naturgeſchichtlichen Modellen, zu⸗ ſammengeſtellten einfachen Körpern und Ornamenten.

IV. Die elementaren Grundſätze der Perſpektive: Die Theorie des Sehens praktiſch ermittelt durch die Glastafelperſpektive. Die perſpektiviſche Verjüngung. Horizont und Augenpunkt. Die perſpektiviſche Verkürzung der horizontalen und ver⸗ tikalen Fläche. Der Würfel in verſchiedenen Stellungen. Das perſpektiviſche Bild des kantigen Körpers in ſchräger Anſicht. Die Perſpektive des Kreiſes, des Cylinders, der Pyramide und der Kugel. Verwendung an Hausmodellen(Teſtudo, röm. Haus, Baſilika, romaniſche Kirche ꝛc.) und Vaſen.

Ulll. Lehre von Licht und Schatten. Kugel, Walze, Kegel. Anwendung an Holzmodellen und Gipsmodellen.

Ollll. Weitere Einführung in die Perſpektive. Organismus des Auges. Ver⸗ kürzte krumme Figur. Anwendung an Modellen der römiſchen und fränkiſchen Rüſtung ꝛc. Einführung in die Geſchichte der Baukunſt.

II I. Zeichnen von Gipsmodellen. Uebungen im Zeichnen von Landſchaften. Anfangskurſus in der Aquarellmalerei.

Notiz: In VI UlIl wird alles nach Modellen gezeichnet.