Jahrgang 
1899
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Bei den am 24. Nov. 1898 und 26. Jan. 1899(als Vorfeier) abgehaltenen religiösen Schulfeiern zu Ehren der Allerh. Geburtsfeste Sr. Königl. Hoheit des Grossherzogs und Sr. Maj. des Deutschen Kaisers sprach Professor D. Stamm.

Für verschiedene Geschenke in die Bibliothek und in die Sammlungen bleibt die Schule den Gebern zu Danke verpflichtet.

Herr Professor Dr. Vossius, Direktor der Augenklinik der Universität, hat sich auch in diesem Jahre wieder der grossen Mühe untcrzogen, eingehende Augen-Untersuchungen der Schüler vorzunehmen. Die Anstalt spricht ihm dafür ihren tiefsten Dank aus.

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5. Bekanntmachung.

Ueber Zeit und Bedingungen der Aufnahme in das Gymnasium und die Vorschule.

Anmeldungen zur Aufnahme in das Gymnasium und in die Vorschule werden Montag den 10. April morgens von 9 11 Uhr in dem Conferenzzimmer des Gymnasiums entgegen- genommen. Die Nachprüfungen finden Montag den 10. April von morgens 8 Uhr ab. die Auf- nahmeprüfungen an demselben Tage von 11 Uhr ab statt; der Unterricht beginnt Dienstag den 11. April morgens 8 Uhr.

Zur Aufnahme in die Sexta genügt das zurückgelegte neunte Lebens- jahr. Bedingungen der Aufnahme sind geläufiges Lesen und Schreiben der deutschen und lateinischen Schrift, Kenntnis der deutschen Deklination und Konjugation mit lateinischer Terminologie, angehende Sicherheit in der Rechtschreibung und im Gebrauch der vier Grund- rechnungsarten. 4

Erfahrungen der verflossenen Jahre mögen die Bitte an die verehrlichen Eltern recht- fertigen, ihren Söhnen doch auch ihrerseits die Teilnahme an den monatlichen Schulspazier- gängen zur Pflicht zu macheu; die Anordnungen der vorgesetzten Behörde für den Schutz der Gesundheit können nur dann ihre volle Wirkung äussern, wenn sie durch das Elternhaus Unterstützung finden. Ganz besonders gilt dies auch für die Erhaltung der Sehkraft, und ich erlaube mir, die an die Schüler verteilten gedruckten Ratschläge. welche hierauf Bezug nehmen, recht dringend wohlwollender Beobachtung und Förderung zu empfehlen. Ebenso möchte ich das Elternhaus ersuchen, durch regelmässige Kontrolle die Wirksamkeit der Aufgabenbücher zu fördern; es hat sich leider auch im laufenden Jahre gezeigt, dass diese kleine Mühewaltung manchfach nicht eintritt. Und doch könnten dadurch in den meisten

Fällen bedauerliche Erfahrungen des Hauses vermieden werden.. 8*

Grossherzogliche Direktion des Gymnasiums zu Giessen.

Prof. Dr. H. Schiller, Geh. Oberschulrat.