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Themata der deutſchen Anfſätze von UII— 0I.
a) UII. 1) Das Bild eines Ordensritters, gezeichnet nach Schiller's„Kampf mit dem Drachen“. 2) Mit welchen Gründen empfahl Cicero das Ausnahmegeſetz des Manilius?(Extemporalaufſatz). 3) Homer's Vorſtellung von der 650 15(abgeleitet aus ſeinen Urteilen über das Treiben der Freier). 4) Agamemnon's Schickſale nach der Eroberung Troja's(vgl. Od. 1— 4). 5)„Land und Volk der Griechen“ von E. Curtius(ausgeführte Dispoſition). 6) Phemios und Demodokos(Extemporalaufſatz). 7) Cid, das Muſter eines Vaſallen. 8) Ernſt und Werner, Muſter der Freundestreue. 9) Hatte der Kriegszug des Kyros gegen Artaxerxes Ausſicht auf Gelingen?(Extemporalaufſatz). 10) Das Verhalten des Tiſſaphernes gegenüber Kyros u. den Hellenen. 11) Rede des Cäſar bei Salluſt, Cat. 51(aus⸗ geführte Dispoſition).
b) OII. 1) Das erſte Lied von der Nibelunge Not vergl. mit d. 1. Geſang v. Homers Odyſſee. 2) Was ergiebt ſich aus einer Vergleichung der Narratio in Ciceros Rede für Milo mit d. Argumentum des Asconius? 3) Die Verhältniſſe am perſiſchen Hof nach d. Thronbeſteigung des Xerxes. 4) Worauf beruht unſer Intereſſe für den Kampf zwiſchen Rom und Tarent? 5) Inwiefern läßt ſich aus der Rede für Milo die Unhaltbarkeit der röm. Republik nachweiſen? 6) Die Geſtalt Hagens im 14. Lied. 7) Der Begriff der Treue im Nibelungenlied. 8) Die Weltanſchauung Herodots(Klaſſenaufſatz). 9) Charak⸗ teriſtik des Odyſſeus(nach Od. 8— 12). 10) Die Gaſtfreundſchaft in der Odyſſee.
c) UI. 1) Luther's Bedeutung für die deutſche Sprache und Literatur. 2) Wodurch motiviert der Dichter die Entſtehung des Grolls bei Achilleus? 3) Welche Forderungen ſtellen wir an ein klaſſi⸗ ſches Gedicht? 4) Klopſtocks Lieblingsgedanken nach ſeinen Oden. 5) Aeſthetiſche Würdigung der Teichoſkopie. 6) Ausgef. Dispoſition des Grimm'ſchen Aufſatzes„Ueber das Weſen der Tierfabel“. 7) Würdigung der Scene zwiſchen Hector und Andromache. 8) Wodurch erwirbt ſich Tellheim die An⸗ hänglichkeit der ihm Naheſtehenden? 9) Die vornehmen und die vulgären Charaktere in Leſſing's Minna von Barnhelm oder: Leſſing's Menſchenideal nach M. v. B. 10) Hat der Prinz in Emilie Galotti ein Recht, die Schuld in der Weiſe von ſich auf Marinelli abzuwälzen, wie er es in der letzten Scene thut?— Freie Vorträge Einzelner über ſelbſtgewählte Themen.
d) OlI. 1) Das Goethe'ſche Wort:„Wohl dem, der ſeiner Eltern gern gedenkt“ auf ihn ſelbſt angewandt. 2) Die Zuſtände des deutſchen Reiches nach Goethe's„Götz“. 3) Entſpricht Goethe's Egmont der Theorie des Ariſtoteles über die Tragödie? 4) Inwieweit mußte Goethe in„Iphigenie“ den Cha⸗ rakter des griechiſchen Originals verändern? 5) Der Charakter Philipps II. in„Don Carlos“. 6) In⸗ wiefern kann die Parkſcene in Schiller's„Maria Stuart“ als Peripetie des Stückes bezeichnet werden? (Extemporalaufſatz). 7) In welcher Weiſe hat Schiller ſeine Abſicht, Maria die Sympathieen der Zu⸗ ſchauer zu gewinnen, durchgeführt? 8) Inwieweit läßt ſich in Sophokles„König Odipus“ von einer tragiſchen Schuld des Odipus reden? 9) Spricht der Chor bezüglich der Schuld der Antigone die An⸗ ſicht des Dichters aus? 10) Wie hat Schiller den Abfall Wallenſteins äußerlich und zunelich motiviert? 11)(Maturitätsprüfung) König Odipus und die Braut von Meſſina.
2. Die Schüler.
Herbſt 1887 beſtanden die unter dem Vorſitze des Directors abgehaltene Maturitätsprüfung für Externe folgende vom Großh. Miniſterium zu derſelben zugelaſſene Kandidaten: Eugen Blaß aus Elberfeld, Friedr. Wilh. Blum aus Heppenheim, Theodor Eurſchmann aus Eppelsheim und Rudolf Krauſe aus Alsfeld. Da die mündliche Maturitäts⸗Prüfung in dieſem Jahre erſt am 15. März ſtattfindet, ſo können die Namen der Abiturienten erſt im nächſtjährigen Programm veröffentlicht werden.


