Jahrgang 
1794
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Sterblichen tu urtheilen im Stande ist, nnd lebhafteo Inter- esse für alles dasjenige fühlt-, trai- die Menschheit ihrem erha- benen Ziele näher führeie kann."

Welcher Mensch von gesundem Kopf nnd Herteie wird lättgnen, daß sieteei Bestreben, fellist immer engendhafter zn werden, und richte Moralität in Gesinnungen und Handlitne gen bey andern Metestl)en zu befördern nnd zu erhalten- dnf Achtung gegen den Menschen als Menschen, nnd seine ewig gültigett Rechte, ihn zur höchsten Sense der Würde"erhebe, der er als vernünftiger Erdenbürger fähig isi? Undene sehr dahier wahre Philosophie den Weg zur Etfüllnng dieser unserer erha- bensim Bestimmung? Wer wird nicht eingestehett, daß alle Hindernisse, welche Vor-urtheile, Aberglaube, Schwärmerei, Unglaube, Jntoletant, nnd das ganie Heer selbstsüchtiger» Reis. gnngen und Leidenschaften, der freien Wirksamkeit der morali- fthen Vernunft und der Glückseligkeit des Menschengeschlechts in den Weg legen, hauptsächlichdnrch ernstliche-z Seitdinnr der Natur des menschlichen Geiste-, seiner Verstandes und Vernnnstgesetze, seiner übrigen Fähigkeitett nnd Kräfte, Schwä- chen, Bedürfnisse n. f.«tie. aufgedeckt undallmählich weggeschaft werden können? Die Philosophie leitet uns in diesen wichtigen Nachforschttngetr. Atts ihr müssen Gesetzgeber, Recht-lehret-, Polititer, Vollelehrer, Ertieher die Principien ihrer Wisseiie fchnften hernehmen-s wenit ihre Bemühungen, die Menscheii m bessern, nnd tut wahren Glückseligkeit in führen, nicht frucht- lor sehn sollen.

DiejPhilosophie lehrt nicht nier, irae tvir them nnissem Um nach unserm eigenen und anderer vernünftigen Wesen Ur- theil einen bleibendett innerer ,Werth tn erhalten»-« sondern entl), tra- tvir- dereinst tu hoffen haben,« wenn wir unsere ««»" Pflichten