Jahrgang 
1929
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Gernsheim G. Feil IIa Silhouette

III. Z UR GESCHIGHTIE DER ANSIAl. I

Das Schuljahr begann am Montag, den 23. April mit den Aufnahmeprüfungen, der regelmäßige Unterricht am 24. April.

Persönliches

Studienrat Dr. Karl Burk wurde mit Wirkung vom 30. April an das Gymnasium in Mainz versetzt. Seit Ostern 1920 gehörte er dem Lehrkörper der Realschule an und hat sich in dieser Zeit durch erfolgreiche unterrichtliche Tätigkeit und als Denkmalpfleger von Gernsheim durch eigne Ausgrabungen und Samm- lungen römisch-germanischer Altertümer die Schule zu Dank verpflichtet. Als sein Nachfolger trat Studien- assessor Dr. Ernst Jäger, bis dahin in Michelstadt, an unsere Anstalt über. Er wurde, ebenso wie Studienassessor Dr. Flöring mit Wirkung vom 1. Januar 1929 zum überplanmäßigen Studienrat ernannt. Herr Dekan Vogel, der seit 31 Jahren den evangelischen Religionsunterricht an der früheren Höheren Bürgerschule und späteren Realschule erteilte, sah sich aus Gesundheitsgründen veranlaßt, diesen Unterricht mit dem 15. November nieder zu legen. Mit der Schule danken ihm zwei Generationen für seine unermüdliche Arbeit und für die geistige und sittliche Förderung, die er seinen Schülern und Schülerinnen zu teil werden ließ. Sein Nach- folger wurde Herr Pfarrer Schlamp aus Biebesheim. Am 29. August besuchte Herr Ministerialrat Glückert die Anstalt und wohnte dem Unterricht in allen Klassen bei. An derTagung zur Förderung des Zeichenunterrichts am 18. und 19. Juni nahm Reallehrer Mössinger, an dem neusprachlichen Fortbildungskurs für Englisch am 22. bis 24. Oktober Studienrath Roth, für Französisch am 25. bis 27. Oktober Studienrat Schnauber, an der Tagung der heimatkundlichen Arbeits- gemeinschaften für Naturschutz am 10. und 12. November Studienrat Stöppler teil. Dem Einführungskurs in den chemischen Arbeitsunterricht an der Oberealschule in Mainz vom 4. bis 7. Dezember wohnten Studienrat Herbert und der Unterzeichnete bei.

Schulfeiern

Das vergangene Schuljahr hatte mit einer öffentlichen und gut besuchten Dürerfeier geschlossen, in deren Mittelpunkt der Lichtbildervortrag von Studienrat Dr. Flöring stand. Außerdem hatte der Vortragende eine Dürerausstellung veranstaltet, die weiteren Kreisen einen lebendigen Eindruck von der Bedeutung Dürers gab. Gleichzeitig bot im Zeichensaal Reallehrer Mössinger eine Ausstellung von Zeichenarbeiten, die einen geschlossenen Eindruck, sowohl von seiner Methode als auch den erzielten Leistungen bot, und bei vielen Schülern ein beachtliches Können offenbarte. Bei dem Jugendfest am 23. Juni sprach der Unterzeichnete, bei der Verfassungsfeier am 18. August Studienrat Dr. Jäger. Bei der Totenfeier am 6. November gedachte der israelitische Religionslehrer, Herr Saffra, der Opfer, die für uns gebracht wurden, und forderte die Schüler auf, durch ernste Arbeit am Wiederaufbau mitzuwirken. Eine öffentliche Ehrung Schuberts be- gingen wir am 11. November. Studienrat Stöppler zeichnete sowohl in seiner Festrede wie in der Durch- führung des musikalischen Teils ein lebensvolles Bild des Künstlers, wirkungsvoll unterstützt durch die solistische Mitwirkung von Fräulein Liselotte Freund(Klavier) und der Obersekundanerin Tatjana Menger(Gesang). Einige Kammermusikstücke(Flöte: Studienrat Stöppler) vervollständigten das Pro-

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