Jahrgang 
1904
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13 aus der Natur und der Erdkunde). Mündliches Nacherzählen von Vorerzähltem und Gelesenem. Auswendiglernen und verständnisvolles Vortragen von Gedichten nach dem Kanon und von einigen Fabeln in Prosa. Grammatik: Besprechung dèêr Wortklassen; Deklination und Konjugation. Lehre vom einfachen Satze und von der für ihn erforderlichen Zeichensetzung. Rechtschreibeübungen. Wöchent- lich ein Diktat. Lebensbilder aus der vaterländischen Geschichte, namentlich der neueren. Im Sommer Probekandidat Dr. Schlüt er, im Winter Oberlehrer Ott.

3. Franzôosisch. Lautliche Schulung durch praktische Ubung zur Erzielung einer rich. tigen Aussprache. Leseübungen. Chorlesen. Erste Versuche im Sprechen. Aneignung eines mässigen Wortschatzes. Auswendiglernen von Gedichten und

Prosastücken. Aus der Grammatik die regelmässige Konjugation sowie die Hülfsverben avoir und étre, das Notwendigste aus der Formenlehre des Ge- schlechtsworts, Hauptworts, Eigenschaftsworts, der Fürwörter und Zahlwörter im

Anschluss an Gelesenes. Ubungen im Rechtschreiben. Mündliches und schrift- liches Ubersetzen aus dem Franzôsischen und dem Deutschen. Im Sommer Probekandidat Dr. Schlüter, im Winter der Direktor.

4. Erdkunde. Grundbegriffe der physischen und mathematischen Erdkunde. Bild der

engeren Heimat. Anleitung zum Verständnis des Globus und der Karte. An- fangsgründe der Länderkunde der fünf Erdteile. Im Sommer Probekandidat Dr. Schlüter, im Winter Oberlehrer Dr. Cnyrim.

5. Rechnen. Die Grundrechnungsarten mit ganzen Zahlen, unbenannten und benannten. Die deutschen Masse, Gewichte und Münzen nebst UÜbungen in der dezimalen Schreibweise und den einfachsten dezimalen Rechnungen. Vorbereitung der Bruchrechnung. Im Sommer Oberlehrer Dr. Cnyrim, im Winter Oberlehrer Sauerborn. 1

6. Naturbeschreibung. Beschreibung vorliegender Blütenpflanzen und Besprechung der Formen und Teile der Wurzeln, Stengel, Blätter, Blüten, leicht erkennbarer Blütenstände und Früchte. Beschreibung wichtiger Säugetiere und Vögel in Bezug auf äussere Merkmale und auf charakteristische Einzelheiten des Knochen- baues(nach vorhandenen Exemplaren und Abbildungen), nebst Mitteilungen über ihre Lebensweise, ihren Nutzen und Schaden. Im Sommer Oberlehrer Dr. Cnyrim, im Winter Oberlehrer Sauerborn.

7. Schreiben. Das kleine und das grosse Alphabet, sowie Wörter und kleine Sätze in deutschen und lateinischen Schriftzügen.! Lehrer Roth.

Zusatz. Die Lateinschüler erhalten den nämlichen Unterricht wie die Realschüler mit Ausnahme des Französischen, wofür sie wöchentlich 6 Stunden Lateinisch haben. Lateinisch. Formenlehre mit Beschränkung auf das Regelmässige unter Ausschluss der Deponentia. Aneignung eines angemessenen Wortschatzes. Beständige Ubungen im Konstruieren und Kückübersetzen. Auswendiglernen von Sprichwörtern und Fabeln. Mündliches und schriftliches Ubersetzen aus dem Lateinischen und dem Deutschen. Wiss. Hülfslehrer Plangemann.

Vom Religions-Unterrichte war kein Schüler befreit.