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FP) Befreiungen der Schüler vom künstlerischen, technischen und
Religionsunterricht. Es waren befreit:
a) vom Zeichnen— Schüler; b) vom Musikunterricht— Schüler; am Chorgesang nahmen nur die stimmbegabten Schüler teil; c) vom Religionsunterricht— Schüler; d) vom PTurnunterricht 10 Schüler; e) von der Teilnahme an den Turnspielen auf Grund eines ärztlichen Zeugnisses 3 Schü- ler, wegen später Rückkehr ins Elternhaus im Sommer 33, im Winter 42 Fahrschüler.
— G) Teilnahme am freiwilligen Unterricht. Es nahmen teil:
a) an den Arbeitsgemeinschaften in OlI: 12 Schüler in Französisch, 11 in Erdkunde(Sommer), 10 in Philosophie(Winter); in Ul: 4 Schüler in Geschichte, 6 in Philosophie(Sommer), 14 in Che- mie(Winter); in OlI: 23 Schüle«(Sommer), 11(Winter) in Deutsch; 25(Sommer), 21(Winter) in Phvsik: b) am Unterricht in der Einheitskurzschrift für Antänger im Sommer 19, im Winter 16 Schuler; für Fortgeschrittene 16 Schüler; c) an der Orchesterstunde 8 Schüler; d) am Instru- mentalunterricht im Sommer 38, im Winter 31 Schüler.
H) Schülerselbstverwaltung, Schülervereine, Wanderungen, Schulsport, Schülerheime, Gesundheitszustand u. a.
In allen Klassen wurden zu Beginn des Schuljahres Vertrauensleute gewählt, die zugleich die Klassenämter verwalteten. Die Vertrauensleute der Ol bildeten den Schülerausschuß. Zur Aufrecht-— erhaltung der Ordnung in den verschiedenen Sammlungen sowie zur Aufsicht im Hof, Haus und Ue— bungsgarten wurden Schüler mit Erfolg herangezogen. Namentlich haben sich Otterbein Ol und Oest- reich Ol bei der Aufsicht in Hof und Haus gut bewährt.
73 Schüler gehören dem Verein für das Deutschtum im Ausland an.
An 9 Wandertagen wanderten die Schüler in die nächste Umgebung, in die Rhön und den Vo— gelsberg. Der Wandertag wurde auch zur Besichtigung industrieller Anlagen, zu geologischen Exkur- sionen, zum Anfertigen von landschaftlichen Skizzen, zur Besichtigung des Fliegerlagers auf der Wasserkuppe und dergl. verwendet. Die Obersekunda machte unter Führung von Studienrat Paul vom 13.— 15. Juni einen Ausflug zum Besuche der Marburger Festspiele und der Ausstellung religiöser Kunst aus Hessen und Nassau.
Am 15. Mai 1928 wurde zwischen den Obersekundanern der Klinger-Oberrealschule in Frank- furt, die bei einer mehrtägigen Wanderung durch die Rhön hier weilten, und den Obersekundanern der Winfriedschule auf der städt. Bleiche ein Dreikampf mit anschließendem Fußballwettspiel ausgeführt. Auch zu den übrigen hiesigen höheren Schulen wurden in Wettspielen sportliche Beziehungen gepflegt.
Die Winfriedschule ist in dem verflossenen Jahre zum ersten Male zu öffentlichen Wettkämp- fen anläßlich des Rhönturnfestes auf der Wasserkuppe am 1. Juli angetreten. Bei starker Konkurren- konnten die Schüler der Anstalt den Staatswanderpreis in der 4 100m Stafette für die Unterstufe er- ringen. Alle gemeldeten Schüler kehrten als Sieger von dem Wettkampfe heim; der Obersekundaner Ortwein hatte den ersten Sieg errungen.
Die Reichsiugendwettkämpfe, die wie alljährlich durchgeführt wurden, zeigten auch, daß gute körperliche Anlagen bei den Schülern vorhanden s'nd. Es beteiligten sich 80 Prozent der Schüler an dem Dreikampf. 51 Prozent erreichten 45 Punkte und mehr und hatten damit Anspruch auf eine Ehren- urkunde des Herrn Reichspräsidenten.


