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55 Schüler gehörten dem Verein für das Deutschtum im Ausland an. Im Februar hielt Herr Zesche von der Hauptleitung des Vereins in Berlin im hiesigen Stadtsaal einen Vortrag über die Be- deutung des Auslandsdeutschtums. Alle Schüler nahmen teil und beteiligten sich rege an den Samm- lungen der Werbewoche. Zur Begrüßung der deutschen Volksgenossen aus Südtirol, die auf einer Reise durch Deutschland nach Fulda gekommen waren, hatten sich die Mitglieder der Schulgruppe am 5. Februar am Bahnhof eingefunden.
Im Sommer wurde bei günstiger Witterung in je 1 Turnstunde wöchentlich in der Fulda ge- schwommen. Für die Schüler waren Freikarten für das städtische Rosenbad ausgegeben, wovon beson- ders nach den Turnspielen unter Anleitung des Lehrers rege Gebrauch gemacht wurde. 29 Schüler erlernten das Schwimmen im letzten Sommer, sodaß die Zahl der Freischwimmer nunmehr 80 beträgt.
Die Spielnachmittage fanden in diesem Jahre auf dem Platze des Fußballklubs„Germania“ statt und waren aufgabenfrei. An 9 Wandertagen wanderten die Schüler in die nächste Umgebung, in die Rhön und den Vogelsberg. Der 13. September vereinte alle Schüler zu den Reichsjugendwettkämpfen. Bei beachtenswerten Leistungen konnte 30 Schülern die Ehrenurkunde des Herrn Reichspräsidenten zu- erkannt werden. In Wettspielen wurden sportliche Beziehungen zu den hiesigen höheren Lehranstal- ten gepflegt.
Um das Reichsiugendabzeichen bewarben sich mit Erfolg die Schüler Klug(O II), Otterbein (O II), Mainz(U II) und Ortwein(OII).
Im Herbst veranstaltete die Staatliche Hauptstelle für naturwissenschaftlichen Unterricht einen Wettbewerb für Modellflugzeuge, an dem sich die UIII mit selbstgebauten Flugzeugen beteiligte. Die Gruppe Sauer errang einen Geldpreis von 20.— Mlk., die Gruppe Keil einen Ermunterungspreis in Form eines Buches. Studienassessor Dreger erhielt als leitender Lehrer einen Freiflugschein über 100 km.
Acht auswärtige Schüler fanden in dem für Gymnasiasten bestimmten Bischöflichen Knabenkon- vikt Unterkunft.
Für die Fahrschüler wurde von der fiskalischen Mietwohnung im Anstaltsgebäude ein großes Zimmer abgetrennt und wohnlich eingerichtet. Der Inhaber der Wohnung Studienrat Pfeifer hat die Betreuung der Fahrschüler übernommen.
Der Gesundheitszustand der Schüler war gut; nur die Grippe hatte nach Weihnachten eine größere Zahl von Schulversäumnissen zur Folge.
D Schulgeld, Freistellen u. a.
Das Schulgeld betrug 200 RM. jährlich, das in monatlichen Teilzahlungen von 17 bezw. 16 RM. erhoben wurde. Die Aufnahmegebühr beträgt 5 RM. Gesetzliche Schulgeldermäßigungen traten ein im Sommer in 12 Fällen um 25%, im Winter in 9 Fällen um 25%; Gesamtwert: 534.— RM. An Freistellen wurden gewährt im Sommerhalbjahr 3 ganze, 20 halbe, 6 viertel Freistellen; diese er- höhten sich im Winterhalbjahr noch um 2 ganze, 10 halbe und 4 viertel Freistellen. Gesamtwert 3650.— RM. Dazu kamen noch Erziehungsbeihilfen, für besonders tüchtige und bedürftige Schüler im Gesamtwert von 480.— RM. Für die von Studienrat Pfeifer verwaltete Hilfsbücherei, aus der den Schülern Schulbücher frei zur Verfügung gestellt werden, wurden 950.— RM. verwandt.
K) Berufsberatung.
Die Berufsberatung beschränkte sich auf gelegentliche Belehrung der Schüler und der EFltern von Fall zu Fall.


