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Wilhelm Siebert) von hier und Herrn Fabrikanten Heinrich Lühn aus Hünfeld, der indes bald ſeine Mitgliedſchaft niederlegte. Ferner traten dem Feſtausſchuß bei Herr Erſter Beigeordneter L. M. Halbleib als Vertreter des Kuratoriums, Herr Kommerzienrat Ferd. Neitzert als Vertreter des Magiſtrats und Herr Fabrikbeſitzer Lothar Weberals Ver⸗ treter der Stadtverordnetenverſammlung. In einer Reihe von Sitzungen wurden alle Einzel⸗ heiten des Feſtes eingehend beraten und feſtgelegt. Gleichzeitig waren die Schüler eifrig tätig, um die ſzeniſchen, geſanglichen und turneriſchen Darbietungen unter Leitung von Herren des Lehrerkollegiums vorzubereiten. Mit vieler Mühe war es, dank beſonders der unermüdlichen Tätigkeit der Herren Profeſſor Dr. Melchior, Profeſſor Fleck und Kleineberg, gelun⸗ gen, die Adreſſen faſt aller ehemaligen Schüler feſtzuſtellen. Alle Einladungen waren bereits er⸗ laſſen. In den nach den Juliferien noch übrig bleibenden vierzehn Tagen ſollte die letzte Hand an alle Vorbereitungen gelegt werden. Da kam der Krieg. Feſte zu feiern war die Zeit nicht angetan. Unſere Jubelfeier wurde abgeſagt. Auch die Grundſteinlegung fand nicht ſtatt.
Am 9. und 10. Dezember nahm Herr Oberregierungsrat Dr. Paehler eine Beſich⸗ tigung der Anſtalt vor und wohnte dem Unterricht aller Lehrer bei.
6. Was die ſeit nunmehr reichlich einem Dutzend Jahren auf der Tagesordnung ſtehende Frage des Neubaus der Oberrealſchule angeht, ſo iſt zu berichten, daß Anträge der gemeinſchaft⸗ lichen Baukommiſſion(ſ. den vorigen Jahresbericht), die darauf abzielten, den Entwurf des Architekten Weiß zur Ausführung bearbeiten zu laſſen, von den Stadtverordneten am 18. Mai 1914 abgelehnt, dagegen beſchloſſen wurde, den hieſigen Architekten Adam mit der Aus⸗ arbeitung eines neuen Entwurfes und mit der Bauleitung zu beauftragen. Am 22. Juni wähl⸗ ten die Stadtverordneten von den drei von Herrn Adam vorgelegten Skizzen eine aus, deren Aus⸗ führung einſchließlich Umbau des alten Gebäudes, Umwehrung, Bauplatz und innere Einrich⸗ tung mit einem Koſtenaufwande von 490 000 Mark beſchloſſen wurde. Mit dem Abbruch des auf dem Bauplatze ſtehenden Gebäudes, der ehemaligen Porzellanfabrik, wurde am 30. Mai be⸗ gonnen und dasſelbe in kurzer Zeit bis auf die Grenzmauern nach dem Irrgarten und dem jetzigen Schulhofe zu und bis auf den des Daches entkleideten Brennofen niedergelegt. Mit dem Bau iſt noch nicht begonnen worden.


