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Die Schüler der Prima Sekunda und Obertertia nahmen faſt alle an den Übungen zur militäriſchen Vorbereitung der Jugend teil. Sie waren von einer Turnſtunde in der Woche befreit, ſeit Mitte November die der Prima und Oberſekunda von allen drei Turnſtunden.
Die Oberrealſchule benutzt die ſtädtiſche Turnhalle und den damit verbundenen Turnplatz.
Die Turnſpiele wurden in den lehrplanmäßigen Stunden von ſämtlichen Abteilungen betrieben, entweder auf dem Turnplatz oder im Sommer— und zwar bei günſtiger Witterung einaml wöchentlich— auf der ehemaligen ſtädtiſchen Bleiche.
Ein freiwilliger Spielnachmittag oder freiwillige Spielſtunden neben den lehrplan⸗ mäßigen Turn⸗ bezw. Spielſtunden ſind von Anſtaltswegen nicht eingerichtet.
In ſehr dankenswerter Weiſe ſtellte der Magiſtrat der Stadt Fulda uns zur Ausübung des Tennisſviels und zur Ausbildung einer Anzahl unſerer Schüler darin auch in dieſem Jahre einen der ſtädtiſchen Tennisplätze im Schloßgarten für einen Nachmittag koſtenlos zur Verfü⸗ gung. Herr Prob ekandidat Dr. Köhler übernahm die Aufſicht bei den Spielen, die mit regem Eifer und gutem Erfolge von den zugelaſſenen Schülern betrieben wurden.
Der Schülerturnverein zählte im Sommer 12 Mitglieder und 21 Zöglinge. Die Leitung lag in den Händen des Unterprimaners Hendſch. Zum Beginne des Weltkrieges traten 9 Mitglieder als Kriegsfreiwillige in das Heer ein, ſomit betrug die Mitgliederzahl im Win⸗ terhalbjahr nur 3, dazu 19 Zöglinge. Den Vorſitz führte der Unterprimaner Traut, in den letz⸗ ten Wochen vor Oſtern der OberſekundanerSchenk. Allwöchentlich fand im Sommer⸗ und Winterhalbjahr in der ſtädtiſchen Turnhalle eine übungsſtunde ſtatt.— Der Turnverein überwies dem Roten Kreuz 30 M.
Schwimmen. Im Laufe des Sommers waren 106 Schüler regelmäßige Beſucher der ſtädtiſchen Badeanſtalt in der Roſenau. 24 Schüler lernten das Schwimmen. 61 ſind Frei⸗ ſchwimmer.
Geſang. Sexta, 2 St. wöchentlich. Einführung in die Notenſchrift. Die gebräuchlich⸗ ſtenen Taktarten, dynamiſchen Zeichen und Tempovorſchriften.— Aufbau der Dur-Tonleiter; Tetrachord. Die Dreiklänge auf I., IV. uud V. Entwicklung der G- und F-Leiter. Die Zeichen , b und d, Treff⸗ und Stimmbildungsübungen. Leichtere Diktate. Singen von einſtimmigen Liedern aus dem Liederkranz von Erk und Graef.
Quinta, 2 Std. wöchentlich. Enetwicklung der D⸗, A⸗, B⸗ und Es-Dur⸗Tonleitern. Lei⸗ tereigene und leiterfremde Töne. Die Notenwerte bis zur Zweiundreißigſtel⸗Note und die ent⸗ ſprechenden Pauſen. Die Triolen. Die chromatiſche Tonleiter und die enharmoniſche Verwechs⸗ lung. Die A-, E⸗, H=⸗, D-, G⸗ und C⸗Moll⸗Tonleitern. Eingehendes über Rhythmus, Tempo und Dynamik. Treff⸗ und Stimmbildungsübungen. Diktate. Zweiſtimmige Geſänge in allen genannten Dur⸗ und Moll⸗Tonarten.
Gemiſchter Chor für die Klaſſen IV— J, 2 Std. wöchentlich und zwar je eine Std. für die Knaben⸗ und die Männerſtimmen geſondert und eine Std. für den Geſamtchor. Mit dieſen Schülern wurden vierſtimmige Volkslieder, volkstümliche Lieder und Chöre mit und ohne Begleitung eines Inſtrumentes eingeübt. Eingeführt iſt das Chorbuch von Sering.


