Jahrgang 
1913
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11.

Taktarten, dynamiſchen Zeichen und Tempovorſchriften. Aufbau der Dur⸗Tonleiter; Tetra⸗ chord. Die Dreiklänge auf I. IV. u. V. Entwicklung der G⸗ u. F⸗Leiter. Die Zeichen*, b, u. 2 Singen von einſtimmigen Liedern aus dem Liederkranz von Erk und Graef.

2. Quinta, 2 Std. wöchentlich. Entwicklung der D-, A⸗, B⸗ und Es⸗Dur Tonleitern. Leitereigene und leiterfremde Töne. Die Notenwerte bis zur Zweiunddreißigſtel Note und die entſprechenden Pauſen. Die Triolen. Die chromatiſche Leiter und die enharmoniſche Verwechs⸗ lung. Die A⸗, E⸗, H-=, D⸗ u. G⸗Moll Tonleitern. Unterſcheidung der großen und kleinen Terz. Eingehendes über Rhythmus, Tempo und Dynamik. Zweiſtimmige Geſänge in allen genannten Dur⸗ u. Moll⸗Tonarten.

3. Gemiſchter Chor für die Klaſſen IV JI, 3 Std. wöchentlich und zwar je eine Std. für die Knaben⸗ und die Männerſtimmen geſondert und eine Std. für den Geſamtchor. Mit dieſen Schülern wurden Volkslieder, volkstümli he Lieder und Chöre mit und ohne Begleitung eines Inſtruments eingeübt. Eingeführt iſt das Chorbuch von Sering.

Stenographie. Im Sommer fand ein Kurſus mit 21 Teilnehmern in 2 Uebungs⸗ abteilungen unter der Leitung des Oberprimaners Windrath im Anfange, ſpäter unter der der Oberprimaner Heß und Kowallek ſtatt, ein anderer im Winter unter der Leitung des Oberſe⸗ kundaners Schenck mit 10 Teilnehmern. Der Stenographenverein an der Oberrealſchule, deſſen Vorſitzender z. Zt. der Oberſekundaner Steinicke iſt, zählte im Sommer 20, im Winter 33 Mit⸗ glieder. In den Kurſen und im Vereine wird das Syſtem Stolze⸗Schrey angewendet. Im Sommer und Winter fand je ein Wettſchreiben ſtatt.

Dem literariſchen Verein gehörten 18 Mitglieder an, Schüler der drei oberen Klaſſen. Den Vorſitz führte bis Anfang Januar der Oberprimaner Guſtav Berg, von da an der Unterprimaner Wolfram Tille. Die Zuſammenkünfte zu gemeinſamer Lektüre, beſonders von Werken neuerer Dichter und Schriftſteller, und zu Vorträgen fanden einmal wöchentlich in dem dem Vereine im Schulgebäude eingeräumten Zimmer ſtatt.

Am 18. Dezember 1912 trat der Verein zum erſten Male ſeit ſeinem Beſtehen an die Oeffentlichkeit, indem er imRoten Saale einenVolksliedabend veranſtaltete. Nach einem anſprechenden Vortrage des Vorſitzenden über die Geſchichte und das Weſen des deutſchen Volksliedes, der reichen Beifall fand, wurden, von Guitarren und Mandolinen begleitet, von ſechs Mitgliedern Volkslieder geſungen, die ebenfalls mit großem Beifall von der zahlreichen, gewählten Zuhörerſchaft aufgenommen wurden. Für den ſchönen Erfolg iſt der Verein beſonders ſeinem Vorſitzenden zu Danke verpflichtet..

Alt⸗Wandervogel, Ortsgruppe Fulda. Durchſchnittliche Zahl der Mit⸗ glieder 6, der Scholaren 14. Summe der vom April 1912 bis Januar 1913 geleiſteten Wander⸗ tage 200. Davon 3 größere Fahrten(Oſtern, Pfingſten, Sommerferien). 2 Kriegsſpiele. Au⸗ ßerdem wurde wöchentlich ein Sing⸗ und Leſeabend im Oberrealſchulgebäude abgehalten. Das Inventar wurde durch gütige Zuwendung des Oberrealſchulkuratoriums um 1 Zelt(4 Bahnen) und 2 Kompaſſe vermehrt. Auch die Bibliothek erfuhr eine Vermehrung.