— 8—
Chemie. 3 St. Kohlenſtoff, Silicium, Bor; Beginn des Studiums der Metalle; meiſt an der Hand eigner Verſuche im Laboratorium. Gelegentliche Belehrungen aus der Geologie und Biologie auf Ausflügen und im Schulgarten. Bau einiger phyſikaliſcher und chemiſcher Apparate. Dr. Beyer.
Zeichnen. a) Freihandzeichnen. 2 St. Zeichnen nach Natur und Kunſtformen,(Gerä⸗ ten, Gefäßen, plaſtiſchen Ornamenten, Architekturteilen uſw.) mit Wiedergabe von Licht und Schat⸗ ten, Uebungen im Malen mit Waſſerfarben nach farbigen Gegenſtänden(Geräten, lebenden Pflan⸗ zen, Stoffen uſw.) im Skizzieren und im Zeichnen aus dem Gedächtnis.— b) Linearzeichnen. 2 St. Einführung in die darſtellende Geometrie, Schattenkonſtruktion und Perſpektive. Kleine⸗ berg.
Ober⸗Sekunda. Klaſſenlehrer: Profeſſor Dr. Melchior.
Reli gionslehre. 2 St. Vereinigt mit Prima.
Deutſch. 4. St. Ueberſicht über die Geſchichte der deutſchen Literatur bis zur erſten Blütezeit einſchl. Das Wichtiaſte aus der mhd. Grammatik im Anſchluß an die Lektüre. Geleſen wurden: Das Nibelungenlied(ausgewählte Stellen im Urterte); Gedichte Walthers v. d. Vogelweide; Hermann und Dorothea; Götz von Berlichingen; Maria Stuart; Wallenſtein. Als Privatlektüre dienten Kleiſts Prinz von Homburg und Leſſings Minna von Barnhelm.— Einzelne Abhandlungen aus Bieſe, Leſebuch für die Oberſekunda. Freigeſprochene Berichte. Uebun⸗ gen im Disponieren. Der Direktor. 3
Themata der Aufſätze:— 1. Die wohltätige und die verderbenbringende Macht des Feuers.— 2. Wie verwertet Goethe in„Hermann und Dorothea“ den Brand des Städtchens? — 3. Der Pfarrer in„Hermann und Dorothea“. 4. Das mythologiſche Element im Nibelungen⸗ liede.(Klaſſenaufſatz).— 5. In welcher Weiſe beeinflußt der Menſch die Geſtaltung der Erdober⸗ fläche?— 6a. Wie vollzieht ſich in Schillers„Maria Stuart“ die ſittliche Läuterung der Heldin? b) Welche Umſtände haben die Blüte unſerer mittelalterlichen Literatur herbeigeführt?(Klaſſen⸗ aufſatz).— 7. Münze und Wort.— 8.(noch unbeſtimmt).
Franzöſiſch. 4 St. Grammatik: Wiederholung wichtigerer Abſchnitte, beſonders Tem⸗ pora und Modi, Artikel und Pronomen.— Uebungsbuch Plötz⸗Kares B, die zuſammenhängenden Wiederholungsſtücke. Lektüre: Mme de la Seiglière, par Sandeau, Le Cid, par Corneille. Aus⸗ gewählte Stücke aus Plötz, Manuel. Viktor Hugos Gedichte, wovon auswendig gelernt wurden:
Nr. 6, 7 IJ, 27, 28, ferner Après la Bataille ſowie der Monolog Diegos(Cid).— Die früher gelernten Gedichte wurden wiederholt.— Sprechübungen.— Einführung in die Metrik.—
Schriftliche Arbeiten: alle 14 Tage, meiſt Klaſſenarbeiten: Ueberſetzungen, freie Erzählungen und Diktate. Dazwiſchen vier Auffätze. Fleck.
Engliſch. 4 St. Wiederholung der Grammatik nach Deutſchbein⸗Willenberg. 2. Teil. Mündliche und ſchriftliche Ueberſetzungen aus dem Deutſchen ins Engliſche nach Deutſehhein, Ober⸗ ſtufe. Sprechübungen im Anſchluß an die Lektüre. Geleſen wurde aus Herrig, British Classical


