Jahrgang 
1906
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und Schüler am Feſtgottesdienſt im Dome teil. Um 11 Uhr fand dann in Anweſenheit eines zahlreichen Publikums in dem oben erwähnten Suale der feierliche Schulaktus ſtatt, bei welchem nach wohlgelungenen Geſängen und Deklamationen der Schüler Herr Oberlehrer Dr. Kirchber⸗ ger in ſeiner Feſtrede ein feſſelndes Bild von Karl Alexander und der großen Weimarer Zeit ent⸗ warf. Der 27. Februar war der Feier der Silberhochzeit unſeres Kaiſerpaares gewidmet. Nach⸗ dem um 8 Uhr für die katholiſchen Lehrer und Schüler ein Feſtgottesdienſt in der Severikirche ab⸗ gehalten worden war, vereinigten ſich Lehrer und Schüler um 9 Uhr auf der Aula zu einer Schul⸗ feier, bei der der Berichterſtatter die Feſtrede hielt.

Am 3. März fand die feierliche Entlaſſung der Abiturienten in einer Verſammlung aller Schüler der Oberrealſchule auf der Aula durch den Direktor ſtatt.

Auch zur Beteiligung an feſtlichen Vorgängen außerhalb der eigenen Anſtalt bot das Be⸗ richtsjahr mehrfach Veranlaſſung. Am 28. Mai wohnten das geſamte Lehrerkollegium und die Schüler der oberen und mittleren Klaſſen der feierlichen Enthüllung des Kaiſer Friedrich⸗Denk⸗ mals in hieſiger Stadt bei. An der glänzenden 1150jährigen Jubelfeier des Martertodes des hl. Bonifatius beteiligten ſich die katholiſchen Lehrer und Schüler, indem jene, einer Einladung des Feſtkomitees folgend, am 4. Juni dem feierlichen Eröffnungsgottesdienſte im Dome beiwohnten und dieſe unter Führung ihrer katholiſchen Lehrer am Nachmittage desſelben Tages an der Re⸗ liquienprozeſſion teilnahmen. Am 28. September überbrachte eine aus dem Direktor, dem Profeſſor Fleck und dem Oberlehrer Hübinger beſtehende Abordnung dem hieſigen Königl⸗ Gymnaſium bei dem Feſtakte in der Aula die Glückwünſche der Oberrealſchule zu ſeiner Jahrhun⸗ dertfeier.

8. Während des ganzen Sommers 1905 begann im Einvernehmen mit der Leitung des hieſigen Königl Gymnaſiums und mit Genehmigung der vorgeſetzten Behörde der Vormittags⸗ unterricht um 7 Uhr, außer Mittwochs und Samstags, an welchen Tagen der Anfang wegen der

Schul aeſſe für die katholiſchen Schüler auf 8 Uhr angeſetzt blieb. Unter Benutzung von täglich fünf Vormittagsſtunden war es ſo möglich, den wiſſenſchaftlichen Unterricht den ganzen Sommer hindurch auf den Vormittag zu legen. Dieſe Einrichtung hat ſich im weſentlichen bewährt.

Wegen allzugroßer Hitze mußte am 30. Juni, 1., 3. und 4. Juli der Unterricht eingeſchränkt werden.

). Der Geſundheitszuſtand der Schüler war nicht ungünſtig. Leider haben wir indes den Tod cinss lieben Vorſchülers, Rudolf Arnd aus Fulda, zu beklagen, der zum Schmerze ſeiner Eltern und zu unſerm Leidweſen einem ſchweren Leiden erlag. Am 3. September erwieſen Lehrer und Mitſchüler ihm die letzte Ehre.

Die geſundheitlichen Verhältniſſe im Lehrkörper ſind ebenfalls befriedigend geweſen. Ab⸗ geſehen davon, daß Herr Oberlehrer Weiler und Herr Vorſchullehrer Rauck je einmal im Sommer⸗ und im Winterhalbjahre durch Krankheit auf 8. 10 Tage dem Unterrichte ferngehalten wurden, daß Herr Vorſchullehrer Löwer im Winter vier Wochen hindurch krankheitshalber ſei⸗ nen Unterricht nicht erteilen konnte und daß Herr Pfarrer Ehringhaus auch in dieſem Jahre

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