Jahrgang 
1928
Einzelbild herunterladen

13

F. Einrichtung des künstlerischen und technischen Unterrichts.

Musik.

Sexta: 2 Std. wöchentlich. Schulung des musikalischen Gehörs und der Stimme. Singen nach Noten in C-, H- und F-Dur. Die gebräuchlichen Taktarten, Noten- und Pausenwerte. Weckung des Verständnisses für die formbildenden Elemente der Melodie: melodische und rhythmische Mo- tive. Musikdiktate und kleine Erfindungsübungen. Ein- und zweistimmige Volkslieder.

OQuinta: 2 Std. wöchentlich. Gehör- und Stimmschulung. Erweiterung des Tonartenkreises. Das Mollgeschlecht. Die Modulation im Liede. Musikdiktate und kleine Erfindungsübungen. Volkslieder und einfache Kunstlieder. Einfache polyphone Gesänge.

Quarta und Untertertia: 1 Std. alle 14 Tage. Technische und theoretische Uebungen im Anschluß an die Lieder. Heranziehung der Instrumentalmusik durch Vorspielen und Besprechen von Stücken in einfacher Liedform und Rondoform. Volkslieder und einfache Kunstlieder.

Obertertia und Untersekunda: 1 Std. alle 14 Tage. Technische und theoretische Uebungen im Anschluß an die Lieder. Das Baßschlüsselsystem. Volkslied, Kunstlied und Ballade. Minnesängerlie- der. Volkslieder.

Chorgesang: 2 Std. wöchentlich. Die stimmbegabten Schüler bilden einen Chor von ca. 120 Sängern. Mehrstimmige Gesänge aus älterer und neuerer Zeit. Berücksichtigung der verschiedenen Stilarten. Hinweise auf die Komponisten, die Formen und Besonderheiten der Gesänge.

Ein Schülerorchester widmet sich der Pflege der Instrumentalmusik.

Zeichnen.

VI: Betätigung des künstlerischen Gestaltungtriebes der Schüler in spielender Beschäftigung durch Zeichnen. Malen und Ausschneiden.

V u. IVV: Gedächtniszeichnen nach vorangegangener Beobachtung. Uebungen in einfacher dekorativer Schrift. Zeichnen nach Schmetterlingen, Blättern, Vogelfedern. Farbentreffübungen.

UIII UII: Einführung in das Zeichnen nach räumlichen Gegenständen und Kunstformen unter Be- rücksichtigung der Beleuchtung und der Farbe. Fortsetzung der Uebungen in dekorativer Schrift. Schwarz-weiße und farbige Flächenaufteilung. Zeichnen und Malen nach Gebrauchs- und Kunstgegenständen.

0II OI: Zeichnen und Malen nach Gebrauchs- und Kunstgegenständen. Landschaftsstudien in allen verwendbaren Techniken.

Turnen.

Es bestanden bei 15 zu unterrichtenden Klassen 9 Turnabteilungen und 7 Spielabteilungen. Für Schwimmübungen war den Schülern im Sommer in der städtischen Badeanstalt passende Gelegenheit

geboten. Außerdem turnte der Turnverein wöchentlich. Die Turnspiele fanden auf dem städtischen SpielplatzBleiche oder im Schulhof statt.

II. Bericht über die Lehrer.

Zu Beginn des Schuljahres wurden überwiesen zur Deckung des Unterrichtsbedürfnisses Stu- dienassessor Aloys Lauth für den nach Kassel versetzten Studienass. Herm. Beckby, ferner die Studien-

assessoren Franz Reeßing und Dr. Karl Kraut. Für den beurlaubten Studienrat Dr. Sellner trat Stu⸗ dienassessor Karl Noll ein.