Jahrgang 
1911
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II. Aus den Verfügungen der vorgesetzten Behörde.

Vom 11. 5. 1910. Die Vermittelung von Kollektiv-Versicherungen für die Schüler der höheren Lehranstalten gehört nicht zu den Aufgaben der Schule.

Vom 2. 6. 1910. Die Dicrektoren werden angewiesen, dass alle Lehrer, namentlich aber die Verwatter der Schülerbibliotheken sowie die Lehrer des Deutschen ihrerseits mitwirken, die Bestrebungen gegen die Schundliteratur zu unterstützen.

6. 1910. Dem Austausch französischer, englischer und deutscher Kinder, na-

Vom 7. 3 mentlich während der Ferien, aber auch für längere Zeit sollen die

höheren Schulen ihr Interesse zuwenden.

Vom 28.

h. 1910. Die wissenschaftlichen Aufnahmebedingungen für die Ergänzung des L 3 L Seeoffizierkorps sind dahin abgeändert worden, dass in den Reifezeug- 8₰½ nissen nicht mehr das Prädikatgut für Englisch, dafür aber das Be- stehen einer an der Marineschule abzulegenden besonderenEintritts- 9 prüfung in Englisch gefordert wird; auch ist die Bemerkung fortge- fallen:die Abiturienten der Oberrealschulen haben die ihnen fehlen- 5 de Kenntnis des Lateinischen durch das Mindestprädikat ihrer Schu- lengLut in der englischen und französischen Sprache auszugleichen. . 2 B Vom 9. 1. 1911. Mit der Ausdehnung des natugeschichtlichen Unterrichtes auf die Oberstufe der höheren Lehranstalten dürfen weitere Versuche gemacht werden.

III. Zur Geschichte des Gymnasiums.

a) Persönliches.

Oberlehrer Dr. Lübeck, der vom 1. Mai 1909 ab zu wissenschaftlichen Zwecken beurlaubt war, trat zum 1. Juni 1910 in seine hiesige Stellung zurück. Wegen seiner Stu- dien über die griech. Kirche ist er unter dem 1. März 1910 zum Archimandrit der griech.- melkitischen Erzdiözese Tyrus und unter dem 2. Mai 1910 zum Ritter des Ordens vom hei- lichen Grabe ernannt worden. Durch Allerhöchsten Erlass vom 14. Dezember v. Js. wur- de ihm die Genehmigung zum Tragen des genannten Ordens erteilt.

Oberlehrer Kruepper wurde zu einem Studienaufenthalt in England vom 1. April bis Ende September beurlaubt. Der zu seiner Vertretung hierher überwiesene Pro- bekandidat Frantzen schied bereits am 15. April aus der Anstalt wieder aus, um eine Assistentenstelle in Frankreich zu übernehmen. Mit der Vertretung des p. Kruepper vom 15. April ab wurden dann die Kandidaten des höheren Schulamts Bongard und Dr. Henkel beauftragt.