Vom 24. 7.
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1907. Die vom Herrn Minister unter dem 9. Juli 1907 neu erlassene„Anweisung
zur Verhütung der Verbreitung übertragbarer Krankheiten durch die Schüler“, wird mitgeteilt.
Die von Professor Dr. Conwentz in Danzig herausgegebene Schrift,„Beiträge zur Naturdenkmalpflege“, wird zur Anschaffung empfohlen.
Auf das Werk des Professors Dr. Seidel,„Der Kaiser und die Kunst“ wird aufmerksam gemacht.
Von dem vierwöchigen Herbstkursus seitens der Kölner Vereinigung für rechts- und wissenschaftliche Fortbildung wird Kenntnis gegeben.
Ein Exemplar der neuen Bestimmungen über die Abgabe von Karten der Königlich Preussischen Landesaufnahme für Lehrzwecke wird zur Kenntnis- nahme übersandt.
Die koloniale Halbmonatsschrift,„Kolonie und Heimat in Wort und Bild“ (Verlag von Eduard Buchmann in Berlin) wird zur Beschaffung empfohlen. Die Pflege einer guten und leserlichen Handschrift wird der Schule von neuem ans Herz gelegt.
Es sollen Mittel und Wege angegeben werden, auf denen eine stärkere Be- teiligung der Schüler an dem wahlfreien Unterricht im Englischen herbeige- geführt und der Erfolg desselben besser gesichert werden kann.
Bei Umschulung von Schülern infolge von Versetzung oder Umzug der Eltern soll möglichste Rücksicht genommen werden.
III. Zur Geschichte des Gymnasiums.
a) Persönliches.
Zu Ostern 1907 übernahm Oberlehrer Dr. Ackermann nach vierjähriger erfolgreicher Tätigkeit an unserer Anstalt eine Oberlehrerstelle an dem städtischen Gymnasium und Real- gymnasium in Bonn. An seine Stelle wurde der bisherige Hilfslehrer Franz von dem König- lichen Gymnasium zu Dillenburg berufen und zum Oberlehrer befördert.
Otto Franz, kath., geb. am 30. Januar 1878 zu Cassel, Kreis Gelnhausen, widmete
sich in Würzburg und Marburg mathematischen und naturwissenschaftlichen Studien und bestand im Cktober 1904 die Staatsprüfung für das höhere Lehramt. Das Seminar- und Probejahr legte er von Herbst 1904— 1906 an dem hiesigen Gymnasium ab und verwaltete gleichzeitig von Ostern 1905 ab eine Hilfslehrerstelle. Herbst 1906 wurde er als wissenschaftlicher Hilfslehrer dem Königl. Gymnasium in Dillenburg überwiesen und Ostern 1907 als Oberlehrer an dem hiesigen Gymnasium angestellt.
Der Kandidat des höheren Schulamts Otto Schieck, der seit Ostern 1906 sein Probe- jahr an dem hiesigen Gymnasium ablegte und gleichzeitig eine wissenschaftliche Hilfslehrerstelle verwaltete, wurde zu Ostern 1907 als Oberlehrer an das Goethe-Gymnasium in Frankfurt a. M.
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