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An Geschenken und Zuwendungen, wofür ich namens der Anstalt den verbindlichsten Dank abstatte, erhielten wir:
Von dem Königl. Ministerium: Publikationen aus den Königl. Preuß. Staatsarchiven 77. B., 1 Exemplar des Berichtes über den am 28. und 29. 9. 1901 zu Dresden abgehaltenen Kunsterziehungstag, 1 Expl. des deutschen Universitäts-Kalenders für das Sommer-Semester 1902 und das Wintersemester 1902/3 und durch den Herrn Minister 1 Expl. von dem Werke: »„Das neunzehnte Jahrhundert in Bildnissen“, in hochherziger Weise von dem Inhaber der Ber- liner Kunsthandlung„Photographische Gesellschaft“, Emil Werkmeister, zur Verfügung gestellt. Desgl. von Bohn, Physikalische Apparate und Versuche einfacher Art aus dem Schäffermuseum.
Vom Königl. Prov.-Schulkollegium: von Schenkendorff und Schmitt, Jahrbuch für Volks- und Jugendspiele, XI. Jahrgang, Zeitschrift für lateinlose höhere Schulen und die Monatsschrift. für höhere Schulen, herausgegeben von Köpke und Matthias.
Von dem Reichskommissar für die Pariser Weltausstellung 1900: Pnglischer Katalog der deutschen Ausstellung. Von dem Studiendirektor Dr. Schumacher in Cöln: Die städt. Handels- hochschule in Cöln. 1902. Von dem Magistrat der Stadt Fulda: Fuldaer Bürgerbuch I. T. 1902.
Von Herrn Geh. Reg.-Rat Dr. Goebel: Die Stiftung Gertmann, Fulda 1902. Von unge- nannter Seite wie bisher die Mitteilungen des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde und Zola, Germinal, Paris 1885. Der Apparat für den Zeichenunterricht erhielt infolge Ministerial- erlasses zweimal eine Sammlung wertvoller Modelle.
Zum Andenken an seinen verstorbenen Bruder, den Domkapitular Professor Hermann Breitung, der vom Jahre 1879 bis 1895 an der Anstalt als Religionslehrer gewirkt hatte, schenkte uns Herr Pfarrer Breitung zu Hilders 8 lbilder. die vor der Säkularisation zum Inventar des Oratoriums der Universität gehört hatten.
VI. Stipendien und Unterstützungen.
Das Schulgeld konnte 57 Schülern ganz oder teilweise erlassen werden. Die Summe des Erlasses, der 10 Prozent der Solleinnahme nicht übersteigen darf, betrug 3954,14 Mark.
Von dem Staatsstipendium(129 M.) erhielten 3 Schüler je 43, aus dem Och-Haber- sack'schen Stipendium(159,95 M.) 1 Schüler 39,95 M. und 5 je 24 M., das Schmitt’sche Sti- pendium wurde zu gleichen Teilen an 2 Schüler vergeben, aus den Zinsen der Jubiläumsstif- tung(160,26 M.) erhielten 8 Schüler je 20 M., während das Wehner'sche Stipendium(36 M.) und das Moser'sche(19,52 M.) in je einer Portion vergeben wurde. Das frei gewordene Kobel- sche Stipendium wurde stiftungsgemäß öffentlich ausgeschrieben und einem Verwandten des Stifters verliehen.
Das Komitee der sogen. Wohltäter-Stiftung, deren Bestand sich nicht verändert hat, stellte die Zinsen des Kapitalfonds mit 226 M. zur Verfügung, die in einer Portion von 31 und einer von 20 und 7 von je 25 vergeben wurden. Den verehrten Herren wird auch an dieser
Stelle im Namen der Anstalt der wärmste Dank ausgesprochen. 4


