— 16— Turnen und fakultativer techniſcher.Unterricht.
a) Turnen. Die Anſtalt beſuchten im S. 256, im W. 253 Schüler. Von dieſen waren befreit:
Vom Turnunterrichte überhaupt: Von einzelnen Übungen: auf Grund ärztlichen Zeugniſſes: im S. 16, im W. 13, im 1, im W. 1, aus anderen Gründen: im S. 2, im W. 2, im 14, im W. 12,
zuſammen: im S. 18, im W. 15, im S. 15, im W. 13. Alſo von der Geſamtzahl der Schüler im S. 7,03%, im W. 5,93%, im S. 5,86%, im W. 5,08%.
Es beſtanden bei 9 getrennt zu unterrichtenden Klaſſen 5 Turnabteilungen; zur kleinſten von dieſen gehörten 33, zur größten 63 Schüler. Es waren für den Turnunterricht wöchentlich insgeſamt 15 Stunden angeſetzt. Davon erteilte 14 Stunden der Oberlehrer Jung und 1 Stunde(für V und VI) der Oberlehrer Hoffmann.
Die Übungen fanden ſtatt in der mit einem Turnplatz verbundenen, in nächſter Nähe der Anſtalt gelegenen ſtädtiſchen Turnhalle, teils im Freien, teils im geſchloſſenen Raume. Da die Turnhalle auch für das Realprogymnaſium ſowie für die ſtädt. Elementarſchulen zu dienen hat, ſo war die Benutzung eine ſehr beſchränkte. Damit den Schülern die freien Nachmittage wieder gelaſſen werden konnten, wurden mehr Vor⸗ mittagsſtunden zum Turnunterrichte verwandt. Auch dieſe Einrichtung ſtellte ſich als ungeeignet heraus; hoffentlich wird dem argen Übelſtande recht bald durch Erbauung einer Turnhalle für das Gymnaſium abgeholfen.— Auch für Schwimmübung war den Schülern in der neuen ſtädtiſchen Bade⸗- und Schwimmanſtalt paſſende Ge⸗ legenheit geboten. Freiſchwimmer ſind 106 Schüler, von denen 15 im Sommer 1895 das Schwimmen erlernt haben.
b) Die Geſangübungen der beiden Abteilungen der Selekta, die rühmenswerte Fortſchritte infolge reger Beteiligung gemacht hat,(Tenor und Baß, Sopran und Alt) leitete in je einer Stunde wöchentlich Dom⸗ organiſt Rübſam. Außerdem wurden die kathol. und evangel. Schüler abwechſelnd 1 St. wöchentlich im kirchlichen Choralgeſang geübt.
c) Zeichenunterricht für geübtere Schüler der Sekunda und Prima erteilte Mittwochs von 1—3 Uhr der Zeichenlehrer Pavel bezw. Stolze. Die Beteiligung ſeitens der Schüler war eine ſehr ſchwache. Es wurden Zeichnungen verſchiedener Gegenſtände(Architektur, Landſchaften, Tiere, Blumen, Köpfe) in ver⸗ ſchiedenen Techniken ausgeführt.
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II. Aus den Verfügungen der vorgeſetzten Behörden.
Vom 13. 3. 1896. S. 491. Ermächtigung zur Vermehrung der Lateinſtunden.
Vom 20. 4.„ S. 2073. Schulgeldbefreiungen ſollen grundſätzlich nicht vor dem 2. Halbjahr bewilligt werden.
Vom 23. 4.„ S. 2321. Abſchrift des M. E. v. 2. 4. 1896 betreff. die Reifeprüfung der Theologie⸗Studierenden im Hebräiſchen.
Vom 28. 4.„ S. 1282. Abſchrift des M. E. v. 12. 2. 1896 betreff. öffentl. Schülerausflüge.


