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Gymnaſium zu Wiesbaden definitiv angeſtellt. Im November 1887 wurde ihm der Titel Oberlehrer und vom 1. April
1889 ab die vierte etatsmäßige Oberlehrerſtelle am Königl. Gymnaſium zu Fulda verliehen.
2. Zufolge Verf. vom 24. April pr. S. 1836 wurde der Hülfslehrer Phil. Schäfer in gleicher Eigen⸗ ſchaft an das Königl. Gymnaſium zu Wiesbaden beordert.
3. Durch Verf. vom 1. Mai S. 1964 wurde der wiſſenſchaftliche Hülfslehrer Albrecht Tiemann mit der Vertretung des wegen Krankheit beurlaubten Oberlehrers Dr. Zilch und der Hülfslehrer Dr. Theod. Haas mit der Vertretung des aus gleichem Grunde beurlaubten Oberlehrers Dr. Bölke, zunächſt für die Dauer des Sommerſemeſters, beauftragt.— Dieſer Auftrag wurde für erſteren durch Verf. vom 4. Oktober S. 4683 auch auf das Winterhalbjahr ausgedehnt und für letzteren durch Verf. vom 24. Dezember S. 5989 erneuert, indem gleichzeitig dem Oberlehrer Dr. Bölke der erbetene Urlaub für das letzte Quartal bewilligt worden war.
Dr. Theodor Haas, katholiſch, geb. zu Fritzlar den 20. Mai 1859, widmete ſich von 1879— 84 in Tübingen,
Münſter, Berlin und vorzugsweiſe in Göttingen dem Studium der neueren Sprachen und erwarb ſich daſelbſt im Au⸗
guſt 1883 die Doktorwürde(Diſſertation:„Die Plurale der Abſtrakta im Franzöſiſchen“). Von Frühjahr bis Herbſt
1884 war er an der Königl. Bibliothek zu Göttingen beſchäftigt, beſtand im April 1885 das Examen pro fac. doc. und
begab ſich darauf zu ſeiner weiteren Ausbildung nach Bordeaux, wo er als Lehrer der deutſchen und engliſchen Sprache
thätig war. Nach 2 ¹jährigem Aufenthalte daſelbſt kehrte er nach Deutſchland zurück und trat am 10. Oktober 1887
am hieſigen Gymnaſium ſein Probejahr an, nach deſſen Ableiſtung er an derſelben Anſtalt als Hülfslehrer verblieb.
4. Durch Verf. vom 25. Mai S. 2351 wurde der wiſſenſchaftliche Hülfslehrer Heinrich Stern mit der Vertretung eines Lehrers am Realgymnaſium zu Wiesbaden vom 16. Juni ab beauftragt und ſtellte damit ſeine Thätigkeit am hieſigen Gymnaſium ein.
5. Am 16. Juni, des Nachmittags 3 ¾ Uhr, ſtarb nach längerem Leiden an chroniſcher Nierenent⸗ zündung der Oberlehrer Dr. Georg Zilch.— Durch Reſkript vom 18. Juni 1868 an das hieſige Gym⸗ naſium verſetzt, Oſtern 1869 zum ordentlichen Gymnaſiallehrer ernannt und im Dezember 1880 zum Ober⸗ lehrer befördert, hat derſelbe 21 Jahre mit liebevoller Hingabe an ſeinen Beruf und Pſlichttreuem Eifer ſegensreich an der Anſtalt gewirkt. Schon längere Zeit war ſeine Geſundheit angegriffen; ſeit Mitte Januar 1889 ſah er ſich genötigt der Schule fern zu bleiben, die er nur einmal noch, am 14. März des genannten Jahres, bei Gelegenheit der mündlichen Reifeprüfung betreten hat. Der ihm vom 1. April ab bewilligte halbjährige Urlaub ſollte leider nicht zu ſeiner Wiedergeneſung führen. Die Krankheit, deren Keim er ſchon lange in ſich getragen, und die dadurch herbeigeführte Schwäche und Entkräftung konnte nicht mehr über⸗ wunden werden.— Am 18. Juni, nachmittags 3 Uhr, geleiteten Lehrer und Schüler der Anſtalt die Leiche des Verewigten zur Gruft. Liebe, Dankbarkeit und Freundſchaft ſichern ihm ein ehrenvolles Andenken. R. i. p.
6. Zufolge Verf. vom 26. Sept. S. 4475 rückten die Oberlehrer Dr. Bölke und Dr. Weſen er vom 1. Oktober ab je in die nächſthöhere Gehaltsſtufe auf, während die letzte Oberlehrerſtelle einſtweilen noch unbeſetzt blieb.
7. Durch Verf. vom 17. Sept. S. 4372 wurde geſtattet, daß der Kandidat Heinr. Herchenröder nach Vollendung ſeines Probejahrs mit einigen Lehrſtunden am hieſ. Gymnaſium weiter beſchäftigt werde.
8. Durch Verf. vom 30. Januar 1890 S. 313 wurde der Oberlehrer Dr. Bölke, welcher ſeit 1869 ununterbrochen am hieſigen Gymnaſium pflichttreu und erfolgreich gewirkt hat, auf ſein Anſuchen in den Ruheſtand verſetzt. Die vorgeſetzte Behörde ſprach ihm für ſeine der Anſtalt während der 21 Jahre gelei⸗


