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Die von dem Komité der ſog. Wohlthäterſtiftung, welches zur Zeit aus den Herren Domkapitular Regens Dr. Komp, Rentmeiſter Kriſch und Hofapotheker Rullmann beſteht, zum Beſten würdiger und dürftiger Schüler des hieſigen Gymnaſiums auch im verfloſſenen Jahre veranſtaltete Sammlung ergab einen Betrag von 333 M. Dieſe ganze Summe und weitere 17 M. von den Zinſen ſind zur Unterſtützung von 11 Schülern verwendet worden. Zwei erhielten je 45 M., einer 40 M., vier je 30 M. und vier je 25 M. Die übrigen Zinſen wurden zum Kapitalfond hinzugefügt, welcher ſich gegenwärtig auf 4940 M. 91 Pf. beläuft. Hiervon ſind 3900 M. in Obligationen des Kurh. Staatsanlehens vom Jahre 1863 zu 4 Prozent, der Reſt bei der ſtädtiſchen Sparkaſſe zu 3 ½ Prozent verzinslich angelegt.— Indem ich dem verehrlichen Komité für die dem ſchönen Denkmal werkthätiger Nächſtenliebe von demſelben gewidmete Fürſorge im Namen unſerer Anſtalt den herzlichſten Dank abſtatte, danke ich insbeſondere auch allen denjenigen, welche durch ihre Spende zu dem ſtetigen Wachstum der Wohlthäter⸗Stiftung wiederum beigetragen und auch in dieſem Jahre derſelben nicht vergeſſen haben.—
Zu dieſen 7 Stiftungen, aus denen Baarunterſtützungen im Geſammtbetrage von M. 841,71 an 25 Schüler verabfolgt werden konnten, iſt nun aus Anlaß der Jubiläumsfeier des Gymnaſiums im Laufe dieſes Schuljahres als eine weitere hinzugekommen die oben(S. 17) ſchon erwähnte Jubiläums⸗Stiftung, deren Kapital ſich dermalen auf M. 4102,90 beläuft, nachdem 45 M. gemäß der Beſtimmung der betr. Geber bereits zu Weihnachten v. J. an den Unterſekundaner Köck und den Obertertianer Laudenbach als einmalige Stipendien verteilt worden ſind. Von dem Kapital ſind 4000 M. bei dem hieſ. ſtändiſchen Leihhauſe, der Reſt bei der ſtädtiſchen Sparkaſſe verzinslich angelegt.
Dieſe als bleibendes Andenken an die 50jährige Jubelfeier der Anſtalt gegründete„Jubiläums⸗ Stiftung für wohlbegabte, aber unbemittelte Schüler der Anſtalt“(ohne Unterſchied der Konfeſſion) ver⸗ dankt ihre Entſtehung zunächſt der in dem vorjährigen Programme gegebenen Anregung und der darin an die ehemaligen Schüler der Anſtalt gerichteten Bitte uns ihre Beihilfe zu dieſem Zwecke nicht zu verſagen. Eine weſentliche Förderung ſodann wurde ihr zu Teil durch ein aus den Herren Rechtsanwalt Loeſer, Stadt⸗ ſekretär Jäckel und Referendar Ed. Mackeldey gebildetes Komité, welches im Auftrage vieler in Fulda wohnhafter ehemaliger Schüler eine Sammlung unter dieſen veranſtaltete und als Ertrag derſelben dem Unterzeichneten bereits am 14. Mai die Summe von 740 M. zu dem gedachten Zwecke überwieſen hat. Dabei wurde anheimgeſtellt, ob man dieſes Kapital zur koſtenfreien Verwaltung der hieſigen Stadtbehörde anvertrauen wolle, die dasſelbe event. auf 1000 M. zu erhöhen beabſichtige. Die hierüber geführten Ver⸗ handlungen ſcheiterten jedoch an der daran geknüpften Bedingung. Denn die Forderung eines unbeſchränkten Präſentationsrechtes ſeitens der Stadt für den Genuß dieſes(ſtädtiſchen) Stipendinms glaubte das Lehrer⸗ kollegium nicht zugeſtehen zu ſollen.
Zu den 85 Gebern, welche die vorgenannte Summe beiſteuerten, geſellten ſich aber vor und nach noch viele(246) andere von nah und fern, welche durch größere oder kleinere Beiträge das oben erwähnte, ſo überaus erfreuliche Ergebnis herbeiführen halfen.
Indem ich das nachſtehende alphabetiſche Verzeichnis der ſämtlichen Geber hiermit veröffent⸗ liche— bei dem im Archive hinterlegten ſind die einzelnen Beiträge ſpeziell angegeben—, ſpreche ich allen und jedem im Namen der Anſtalt nochmals den aufrichtigſten Dank aus mit dem herzlichen Wunſche, daß die ſchöne Stiftung, zu welcher etwaige Beiträge noch immer willkommen ſein werden, bis in die fernſte Zukunft Gutes ſtiften und für die pietätsvolle Geſinnung der Geber Zeugnis ablegen möge.


