Jahrgang 
1880
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Minute 50 hl, die zweite in derſelben Zeit 30 hl auf eine Höhe von 1 m zu heben vermag? 2) Ein Trapez zu zeichnen, wovon die Differenz der parallelen Seiten(a c), die Summe der nichtparallelen (b- d), die Höhe(h) und der Inhalt(fa) gegeben ſind. 3) Die Seiten und Winkel dieſes Trapezes zu berechnen aus den Werten ac= 408, bd= 442, h= 40,= 8320. 4) Eine ſphäriſche plankonvexe Glaslinſe hat einen Durchmeſſer von 42 cm und eine Dicke(Pfeil) von 3 cm. Wie groß iſt der Krümmungsradius, und was wiegt dieſelbe, wenn das ſpecifiſche Gewicht des Glaſes= 2,8 geſetzt wird?

B. Chronik.

a) Perſonalnachrichten.

1. Durch Verf. des Königl. Provinzial⸗Schulkollegiums vom 10. April pr.(S. 1284²) wurde der Hilfslehrer am Gymnaſium zu Marburg Alb. Wagner zum ordentl. Lehrer am hieſigen Gymnaſium ernannt.

Albert Wagner, Sohn des verſtorbenen Poſtſekretärs Wagner, geboren zu Minden i. Weſtfalen am 27. Juli 1850, ev. Konfeſſion, erhielt ſeine Vorbildung auf der Realſchule I. Ordnung zu Minden, ſtudirte auf der Univerſität zu Göttingen Mathematik u. Naturwiſſenſchaften u. machte daſelbſt im Winter 187 ⁄126 das Examen pro facultate docendi. Unter Abſolvirung des Probejahres war er von Oſtern 1877 bis Michaelis 1878 an dem Gym⸗ naſium zu Wiesbaden u. alsdann an dem Gymnaſium zu Marburg als Hilfslehrer beſchäftigt. Am 1. April 1879 wurde er als ordentlicher Lehrer an das hieſige Gymnaſium verſetzt.

2. Durch Miniſterial⸗Verfügung vom 21. Juli pr.(U. II. 6995) bzw. Verf. des Königl. Prov. Schulkollegiums vom 23. desſ.(S. 3694) wurde der kathol. Pfarrer Herm. Breitung zu Kranlucken (Sachſen⸗Weimar) zum kathol. Religionslehrer am hieſ. Gymnaſium für den erkrankten Oberlehrer Hahn proviſoriſch beſtellt. Nachdem letzterer auf ſeinen Antrag in Ruheſtand getreten war, wurde der Pfarrer Breitung durch Verf. derſelben vorgeſetzten Behörde vom 15. December pr.(S. 5250¹) zum ordentl. Lehrer am hieſ. Gymnaſium vom 1. Januar c. ab definitiv ernannt.

Hermann Breitung, Sohn des verſtorbenen Steuerempfängers Breitung, geb. zu Kaſſel am 20. Okt. 1842, kathol., machte ſeine Vorſtudien am biſchöfl. Seminar zu Fulda u. wurde am 21. März 1865 zum Prieſter geweiht, war bis 10. Juni 1869 Domkaplan zu Fulda, hierauf Kuratus in Hersfeld und zugleich Königl. Garniſonpfarrer daſelbſt, ſeit 11. Mai 1873 Pfarrer in Kranlucken. Von Juli 1868 bis Oſtern 1869 war er mit Erteilung katholiſchen Religionsunterrichts am hieſ. Gymnaſium(vergl. das betr. Programm), und ebenſo von Juli 1869 bis Mai 1873 am Gymnaſium zu Hersfeld beauftragt.

3. Durch Miniſt.⸗Erlaß vom 26. Juli pr.(U. II. 6893), mitgeteilt durch Verf. des Kgl. Prov. Schulkollegiums vom 9. Aug. pr.(S. 3804¹), wurde der kathol. Religionslehrer Oberl. Hahn, welcher dem Lehrkörper des hieſ. Gymnaſiums ſeit Auguſt 1842 ununterbrochen angehört hat, nachdem er vorher ſchon 4 ½ Jahr der latein. Schule zu Fritzlar als Rektor vorgeſtanden, auf ſeinen Wunſch vom 1. Oktober ab in den Ruheſtand verſetzt. Nachdem die Provinzialbehörde ſchon bei Uebermittelung des Penſions⸗ Reſkriptes dem nach mehr als vierzigjähriger Dienſtzeit aus dem Amte ſcheidenden für die vieljährigen treuen Dienſte, welche derſelbe dem hieſ. Gymnaſium geleiſtet, ihre Anerkennung und ihren Dank ausge⸗