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7. Geſchichte und Geographie: 3 St. Die neuere Zeit, nach dem Grundriß für ob. Klaſſen von Pütz. Wiederholung der römiſchen und der brandenburgiſch⸗preußiſchen Geſchichte, verbunden mit geographiſchen Repetitionen nach dem Leitfaden des Lehrers. Gegenbaur.
8. Mathematik: 4 St. a) Arithmetik: Kombinationslehre und binomiſcher Lehrſatz mit Anwendungen nach Heis§§. 90— 92. Gleichungen nach Heis§§. 69— 75, 84, 107 und 108.— b) Geometrie: Uebungs⸗ ſätze aus dem Lehrbuche von Heis und Eſchweiler Kapp. VII— XIII; Konſtruktionsaufgaben in Verbindung mit trigonometriſcher Löſung; Anfangsgründe der analytiſchen Geometrie; Hauptlehrſätze der Polygonometrie. Prof. Dr. Gies.
9. Phyſik: 2 St. Die Geſetze des Gleichgewichts und der Bewegung feſter und tropfbarer Körper. Lehre von der Wärme und von der Elektrizität, nach Trappe. Derſelbe.
Sekunda. Ordinarius: Oberlehrer Dr. Koerber. 4
1. Religionslehre: 2 St. a) Katholiſche: Kirchengeſchichte. Oberl. Hahn.— b) Evan⸗ geliſche: Geſchichte der chriſtlichen Kirche bis Bonifazius VIII.; Geſchichte des alten Bundes, nach Kurtz. Pfr. Schäfer.
2. Deutſch: 2 St. Allgemeine Eigenſchaften des Stils; die Tropen und Figuren. Erklärung und Vortrag von Gedichten. Lektüre von Schiller's„Wilhelm Tell“. Beſprechung und Korrektur der Auſſätze. Uebungen im Disponiren. Gegenbaur.
Themata zu den deutſchen Aufſätzen: 1) Gutta cavat lapidem non vi, sed saepe cadendo.— 2)
a. Welchen Einfluß hat das Wiſſen der Zukunft auf das Lebensglück der Menſchen?(in Bezug auf Schiller's Kaſſandra).
b. Ueber die Ballade„Des Sängers Fluch“ von Uhland.— 3) a. Dem Tod entrinnt, wer ihn verachtet; doch den
Verzagten holt er ein. b. Ueber den Inhalt und Grundgedanken des Gedichts:„Die Kraniche des Ibykus“ von
Schiller.— 4) a. Welche Verhältniſſe förderten trotz der räumlichen und politiſchen Trennung die nationale Einheit
des griechiſchen Volkes? b. Armin der deutſchen Freiheit Schöpfer und Hort.— 5) a. Ueber den Antrag Cato's:
„Ceterum censeo Carthaginem esse delendam“. b. Meer und Wüſte.— 6) a. Den inneren Zuſammenhang zwiſchen
den Sprüchen des Meiſters in Schillers Glocke und den darauf folgenden Betrachtungen nachzuweiſen. b. Das Feuer
iſt ein guter Diener, aber ein ſchlechter Meiſter(mit Bezug auf Schiller's Glocke).— 7) a) Ueber den Spruch Schiller's:
„Die Elemente haſſen das Gebild der Menſchenhand“. b. Ueber den Spruch Schiller's:„Von der Stir ne heiß rinnen
muß der Schweiß, Soll das Werk den Meiſter loben; Doch der Segen kommt von oben.“— 8) a. Inwiefern ſtellt das
Zeitalter des Perikles den Höhepunkt des griechiſchen Lebens in Athen dar? b. Welche Bedeutung haben die Perſer⸗
kriege für Griechenland?— 9) a. Entwickelung des Gedankenganges in dem Monologe Tell’'s(IV, 3). b. Wie hat Schiller
im„Tell“ nach Oertlichkeit, Handlung und Hauptperſonen das Ganze bis zur 2. Scene des 3. Aktes vorbereitet?(Klaſſenarb.)
3. Latein: a) 7 St. Liv. lib. XXI und XXII, 1—26. Grammatik nach Meiring, Kap. 96 bis 117. (Conjunktiv nach Relativen, in Nebenſätzen überhaupt und in abhängigen Frageſätzen, Imper., Inf., Daßſätze mit ut und quod, Oratio obl., Gerund., Sup., grammat. Geltung der Nomina, Pronomina, Adverbia und Präpoſitionen). Exercitia domest.(wöchentlich) und scholast.(jede dritte Arbeit) und mündliche Ueber⸗ ſetzung aus Süpfle 2. Theil. Im letzten Quartal einige freie Aufſätze(für Ila).— b) 2. St. Vergil. Aen. lib. I und II. Der Ordinarius.— c) 1 St. mündliche Ueberſetzung aus Süpfle Nr. 118— 151. Der Direktor.
Themata zu den lateiniſchen Aufſätzen: 1) Pugna ad Trebiam commissa auctore Livio narratur. — 2) Quas res Dereylidas Lacedaemonius in Asia gesserit.— 3) De Leonidae in Thermopylis morte glorio sa.


