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8. Von Herrn Fabrikant Mehler dahier eine Anzahl von Schulbüchern für die bibl. pauperum.
9. Von Herrn Obergerichtsanwalt Dr. Herquet desgleichen und ferner a) Opera M. Tullii Ci- ceronis. Parisiis 1555. 2 tomi fol. b) A. Gellii noct. Attic. libri XX ohne Jahreszahl. c) Garve, philoſoph. Anmerkungen und Abhandlungen zu Cicero's Briefen von den Pflichten. Bresl. 1784.
Für alle dieſe Gaben ſpreche ich im Namen der Anſtalt hiermit auch öffentlich den ſchuldigen Dank aus und empfehle dieſelbe dem ferneren Wohlwollen ihrer Gönner und Freunde.
F. Stipendien und Anterſtützungen.
Durch die Königl. Regierung, Abth. für Kirchen⸗ und Schulſachen, bzhw. durch das Königl. Provinzial⸗ Schulkollegium zu Caſſel waren— abgeſehen von den Söhnen der Lehrer ꝛc.— 5, durch die Verwaltungs⸗ kommiſſion 17 dürftige und würdige Schüler von der Zahlung des Schulgeldes ganz oder theilweiſe befreit.
Das Staatsſtipendium im Betrage von 43 Thlrn. wurde zu gleichen Theilen den Oberprimanern Franz Kramm, Franz Joſ. Krick und Konrad Weber verliehen;— das Haberſack'ſche Stipendium zu 24 Gulden erhielt der Unterſekundaner Joh. Schäfer, das Wehner'ſche von dem gleichen Betrage der Ober⸗ ſekundaner Wilh. Schäfer;— von dem Och'ſchen Stipendium im Betrage von 96 Gulden erhielten der Ober⸗ ſekundaner Valent. Knips 16, die Primaner Joſ. Stieb, Franz Herzig und Paul Schuchert, der Unter⸗ ſekundaner Karl Lomp, die Untertertianer Wilh. Hüfner, Karl Krick und Georg Nüchter, endlich der Unter⸗ tertianer Herm. Rüger je 10 Gulden.
Die von den Herren Domdechant Hohmann, Rentmeiſter Kriſch und Hofapotheker Rullmann zum Beſten dürftiger und würdiger Schüler des Gymnaſiums auch im verfloſſenen Jahre wieder veranlaßte Sammlung ergab einen Ertrag von 139 fl. 12 kr. Davon wurden 105 fl. zur Unterſtützung von 8 Schülern alsbald verwendet. Ein Primaner erhielt 25, zwei andere je 15 fl.; ein Sekundaner, ein Tertianer, 2 Quartaner und(unter Berückſichtigung ganz beſonderer Umſtände) ein Sextaner wurden mit je 19 fl. bedacht. Der Reſt dagegen ſowie die Zinſen der Aktivausſtände wurden zum Kapitalfonds der im J. 1852 gegründeten ſog.„Wohlthäterſtiftung für dürftige und würdige Schüler des Gymnaſiums zu dnder hinzugefügt. Letzterer hat ſich dadurch von 1072 fl. 9 kr. auf 1142 fl. 28 kr. 1 hlr. geſteigert, wovon 175 fl. bei der Landeskreditkaſſe, 875 fl. bei der Hauptſtaatskaſſe zu 4%, das Uebrige bei der ſtädtiſchen Sparkaſſe zu 3 ½ proc. verzinslich angelegt iſt.— Das verehrliche Comité hat nunmehr den einſtimmigen Beſchluß gefaßt und der Lehrerkonferenz davon Mittheilung gemacht, es ſolle in Zukunft möglichſt darauf gehalten werden, daß von den Erträgen der Wohlthäterſtiftung nicht ſowohl vielen etwas, als vielmehr wenigen, beſonders würdigen Schülern eine erheblichere Unterſtützung zufließe.
Indem ich hiervon Mittheilung mache, bitte ich alle diejenigen, welche ſeither das edle Werk der Nächſtenliebe haben fördern helfen, daß ſie der ſchönen Stiftung, die bis dahin ein ſo erfreuliches Wachs⸗ thum und Gedeihen zeigte, auch in Zukunft ihre Liebe bewahren und das Intereſſe für dieſelbe in weitern Kreiſen verbreiten mögen.
Zu den genannten ſind ferner im Laufe des verfloſſenen Schuljahres zwei neue Stiftungen hinzu⸗ gekommen, indem einerſeits die am 10. März 1868 verſtorbene Fräulein Kath. Cäcilia Moſer teſtamentariſch dem hieſigen Gymnaſium ein Legat von zweihundert Thalern mit der Willenserklärung vermacht hat, „daß die Zinſen an einen Schüler kathol. Religion jährlich verabreicht werden“, und anderſeits die Frau Wwe. Obergerichtsrath Schmitt dahier durch Schenkungsurkunde vom 3. November 1868 unſerer Anſtalt die Summe von eintauſend Gulden überwieſen hat mit der Beſtimmung,„daß die Zinſen jährlich an


