I Unterricht. a. Behandelter Tehrſtoff.
I. Pädagogik.
α. Cheorie.
3. Kl. Geſchichte der Pädagogik, zunächſt in biographiſcher Form und im Anſchluß an die Tektüre einzelner Stellen aus den Schriften der hervorragenoͤſten Pädagogen bis Peſtalozzi. Heſſiſche Schulgeſchichte von 1526—1733. Einführung in die Anterrichtslehre.
2. Kl. Elemente der Pſychologie und Logik im Dienſt der Anterrichts⸗ und Erzieh⸗ ungslehre. Anterrichtsformen und Anterrichtstätigkeiten, beſprochen im Anſchluß an die Unterrichtsübungen. Ergänzung des Penſums der Anterklaſſe. Geleſen wurde: Der Schul⸗
methodus, das Generallanoͤſchulreglement, Teile der Großen Anterrichtslehre, des Emil und Tienhard und Gertrud.
1. Kl. Schluß der Anterrichts⸗ und Erziehungslehre. Weiterführung der Geſchichte der Pädagogik mit entſprechender Lektüre von Peſtalozzi bis in die Gegenwart. Entwick⸗ lung des heſſiſchen Volksſchulweſens. Geſetze und YVeroroͤnungen. Geleſen wurde: Rochow, Inſtruktion und Ceile aus dem Kinderfreund; Peſtalozzi, Wie Gertrud ihre Kinder lehrt; Overberg, Anweiſung; Harniſch, Frieſen als Erzieher; Dieſterweg, Teile aus dem Weg⸗ weiſer; Spezielle Methodik gleichlaufend mit den Anterrichtsübungen bei den Fachlehrern: Religion, Deutſch, Naturkunde, Raum⸗ und Zeichenlehre, Geſchichte und Erobeſchreibung. Arbeitsſchule und Werkunterricht; Selbſtregierung der Schüler.
B. Praxis.
3. Kl. Anleitung zur richtigen Fragebildung; Zerlegung eines Schriftſtücks in Fragen; Repetitionsfragen über durchgearbeitete Anterrichtsſtoffe; Aebungen im Erzählen und Ab⸗ fragen des Erzählten.
2. Kl. Uebungen im Schreib⸗, Zeichen⸗ und Raturgeſchichtsunterricht und in Heimat⸗ kunde in den Nittelklaſſen der Muſterſchule.
I. Kl. Anterrichtsübungen in der Muſterſchule unter Anleitung der betr. Fachlehrer:
a. Religionsunterricht bei Mädchen im 6. Schuljahr. Schriftliche und mündliche Katecheſen über Sprüche und Abſchnitte aus dem Katechismus; Behandlung von bibliſchen Geſchichten und Gleichniſſen.
b. Aebungen bei Kindern im I. und 2. Schuljahr im Anſchauungs⸗ Schreib⸗, Teſe⸗ und Rechenunterricht..
c. Deutſche Sprache bei Knaben im 6. Schuljahr. Geſchichte und Leſeſtücke ſachlich und ſprachlich behandelt, im Anſchluß daran kleine Aufſätze angefertigt, ortho⸗ graphiſche und grammatiſche Stoffe behandelt.
d. Rechnen bei Knaben im 5. Schuljahr. Rechnen mit gemeinen Brüchen.
e. Raumlehre bei Knaben im 7. Schuljahr: Strecken, Winkel, Dreieck, Parallelo⸗ gramm, Trapez und Kreis; bei Knaben im 8. Schuljahr: Körperlehre: Würfel, Prisma, Walze, Pyramide, Kegel.
f. Singen bei Kindern im 3. Schuljahr. Gehör⸗, Treff⸗ und Stimmübungen, leichte Tieder.
g. Naturlehre bei Knaben im 7. und 8. Schuljahr. Einfache Maſchinen, Boden⸗, Seiten⸗ und Aufoͤruck bei Flüſſigkeiten, ſpezifiſches Gewicht, Behandlung einfacher Apparate: hydrauliſche Preſſe, Barometer, Steck⸗ und Saugheber, Pumpe, Feuerſpritze etc.; Wärmelehre, Tehre vom Schall, Licht, Magnetismus und von der Elektrizität.


