Jahrgang 
1900
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Wöchentliche Stunden⸗ 3 3 4 zahl An Klaſſen und Gefamtzaut 8 4 Abteilungen. er. Lehrer. Fächer. wöchentlichen Stunden. 4 III. II. I. S. W. S. W. S. W. S. W. S. W. Violinſpiel 4 4] 2 2 2 2 8 8 Klavierſpiel. 10 8 10 8 9. Hilfslehrer Heß Zeichnen 2 2 2 2 2 2 6 6 25 23 Unterrichtsübung 1 11 1 10. Profeſſor Dr. Flöring evang. Religion 2 2 2° 2 2 2 6 6 6 6 kath. Religion 1 1 1 11. Pfarrer Dr. Praxmarer 2 5 4 Unterrichtsübung--1 12. Direktor Wodäge Taubſt.⸗Unterricht[ 1 1 1 13. Direktor Schwabe Blinden-Unterrict1 1 ſ 1

F. Gottesdienſt.

Die Schüler nahmen regelmäßig am Gottesdienſte ihrer Konfeſſion teil.

G. Chronik.

Das Schuljahr 1899/1900 hat am 11. April 1899 ſeinen Anfang genommen und ſoll am 10. April 1900 geſchloſſen werden.

Nach Abgang des Herrn Pfarrers Thöbes wurde von Gr. Miniſterium des Innern, Abt. für Schulangelegenheiten, Herrn Pfarrer Dr. Praxmarer die Erteilung des kath. Religionsunterrichts übertragen.

Dr. Joh. Praxmarer, geb. zu Bingen 16. Mai 1853, beſuchte das Gymnaſium zu Mainz, ſtudierte Philoſophie und Theologie zu Rom und Innsbruck, Prieſter ſeit 27. Juli 1879, war 1889 96 Religionslehrer an der Realſchule zu Bingen, 189698 an der Marienſchule in Mainz und iſt ſeit Mai 1899 Pfarrer in Friedberg.

Seminarlehrer Jäger erlangte auf Grund ſeiner Inaugural⸗Diſſertation überLuthers religiöſes Intereſſe an ſeiner Lehre von der Realpräſenz, den Grad eines Lizentiaten der Theologie bei der theologiſchen Fakultät der Landesuniverſität.

Der Geſundheitszuſtand der Schüler war bis Mitte Februar gut. Als jedoch zu dieſer Zeit in Friedberg und Umgebung zahlreiche Erkrankungen an Influenza ſtattfanden, blieb auch leider unſere Anſtalt nicht verſchont. Beim erſten Auftreten der Krankheit wurden wir in dankenswerter Weiſe von der hieſigen Stadtdiakoniſſin, Schweſter Marie Ziegler, ſpäter von der aus Darmſtadt uns freundlichſt zur Hülfe geſandten Pflegerin des Alice⸗Hospitals, Schweſter Gericke, ſachgemäß in der Pflege der Kranken unterſtützt. Wir ſprechen an dieſer Stelle beiden Damen unſeren wärmſten Dank für ihre bereitwillige und aufopfernde Hülfe⸗ leiſtung aus.