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D. Unterricht. 1. Pädagogik.
α. Theorie.
Lehrbücher: Böhm, Geſchichte der Pädagogik, Förſters Tabellen, Nieden, Allgemeine Pädagogik und Segfert, Schulpraxis.
Unter⸗Klaſſe. 2 Stunden wöchentlich. Geſchichte der Pädagogik, zunächſt in biographi⸗ ſcher Form und im Anſchluß an die Lektüre einzelner Stellen aus den Schriften der hervor⸗ ragendſten Pädagogen. Die Erziehung der Griechen, Römer und Israeliten. Die chriſtliche Erziehung und die chriſtlichen Erziehungsanſtalten vor der Reformation; einiges über die Be⸗ ſtrebungen der Humaniſten; die pädagogiſche Bedeutung Luthers, Melanchthons und Bugen⸗ hagens; Trotzendorf und Sturm. Aus der neueren Zeit Ratke, Comenius; das Schulweſen unter Herzog Ernſt dem Frommen. Francke; Locke und Rouſſeau. Baſedow, Salzmann, Felbiger, Overberg, v. Rochow, Peſtalozzi.
M.⸗Kl. 3 St. Elemente der Pſychologie und Logik. Unterrichtsformen und Unter⸗ richtsthätigkeiten, beſprochen im Anſchluß an die Unterrichtsübungen. Geſchichte des An⸗ ſchauungs⸗, Rechen⸗, Leſe⸗ und Schreibunterrichts. Ergänzung des Penſums der Unterklaſſe.
O.⸗Kl. 3 St. Schluß der Erziehungs⸗ und Unterrichtslehre. Einrichtung und Aus⸗ ſtattung der Schule; Führung des Schulamts; erweiterter Amtskreis und Fortbildung des Lehrers; das Schulgeſetz mit Rückblicken auf die geſchichtliche Entwicklung des deutſchen und ſpeziell heſſiſchen Volksſchulweſens; die Verordnung über Einteilung und Lehrplan der Volks⸗ ſchulen. Lektüre von„Wie Gertrud ihre Kinder lehrt.“.
„. Praxis.
u.⸗Kl. Anleitung zur richtigen Fragebildung; Zerlegung eines Schriftſtücks in Fragen; Repetitionsfragen über durchgearbeitete Unterrichtsſtoffe; übungen im Erzählen und Abfragen des Erzählten.
M.⸗Kl. 4 St. Beteiligung der Seminariſten am Unterricht in der Elementarklaſſe der
Muſterſchule und Verſuche im erſten Anſchauungs⸗, Schreib⸗, Leſe⸗ und Rechenunterrichte. O.⸗Kl. 18 St. Unterrichtsübungen in der Muſterſchule in 4 Abteilungen unter An⸗ leitung der betreffenden Fachlehrer im Anſchluß an die ſpezielle Methodik der einzelnen Unter⸗ richtsfächer. Alle vier Wochen wurde eine ſog. große Ünterrichtsübung mit darauffolgender Kritikſtunde gehalten, an der ſich ſämtliche Zöglinge und Lehrer der Anſtalt beteiligten.
a. Religionsunterricht bei Mädchen im 6. Schuljahr. 2. St. Schriftliche und münd⸗ liche Katecheſen über Abſchnitte aus dem Katechismus; Behandlung von bibliſchen Geſchichten, Gleichniſſen, Sprüchen und Kirchenliedern.
b. Anſchauungsunterricht bei Knaben im 2. Schuljahr. 2 St. Beſprechung geeigneter Gegenſtände aus dem kindlichen Anſchauungskreiſe; daran anſchließend paſſende Er⸗ zählungen und Gedichtchen.
c. Deutſche. Sprache bei Knaben im 5. Schuljahr. 2 St. Leſeſtücke ſachlich und ſprach⸗ lich behandelt.
d. Rechnen bei Knaben im 4. Schuljahr. 2 St. Rechnen mit unbenannten und gleich⸗
benannten Zahlen. Beſprechung einiger Maße. Einführung in den Dreiſatz.
e. Heimatskunde bei Knaben im 4. Schuljahr. 2 St.. Friedberg und ſeine Umgebung. Elementare Behandlung der geographiſchen Verhältniſſe der Heimat. Das Groß⸗ herzogtum Heſſen. Elementare Übung im Kartenzeichnen..
f. Naturgeſchichte bei Knaben im 5. Schuljahr. 2 St. Im Sommer wurde eine An⸗ zahl Pflanzen, im Winter eine Anzahl Tiere nach vorgezeigten Exemplaren unter


